Im Zentrum Heinsbergs, im Bereich des Kirchberges, können sie noch heute die Ruinen einer alten Burg besichtigen. Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung mit zwei Wehrtürmen und Reste der Stadtmauer sind erhalten.
Auf einem künstlich aufgeschütteten Berg, entstand im 9. Jahrhundert eine Burg. Das kleine Plateu erhielt im 12. Jahhundert mächtige Umfassungsmauern. Dieser Bereich der Stadt wurde Anfang-Mitte des 16. Jahrhunderts weiter stark befestigt. Die Pläne hierzu stammen möglicherweise von dem italienischen Festungsbaumeister Pasqualini, der damals in Diensten von Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg stand. Ich selbst war (als Kind) noch in dem Flucht- und Versorgungsgang, der ursprünglich in das nahe Klevchen führte. Nun können sie nur noch den vergitterten Eingang sehen.
Zunächst waren einige Ruinenabschnitte nicht mehr zugänglich oder konnten wegen Einsturzgefahr nicht betreten werden. Die noch erhaltenen Anlagen und Kasematten wurden 2005 dann aber zusammen mit dem angrenzenden Burgberg restauriert.
Kirche
Vor dem Wassergraben an der Südseite lag, ebenfalls auf einem Hügel, die Wirtschaftsvorburg. In dieser Vorburg wurde eine, zunächst kleine, Kirche errichtet. Später (1128 - 1129) gründete Oda von Heinsberg neben dem Saalbau der Kirche einen Kanonikerstift. So entstand die spätere Stiftskirche, von der heute noch die Kypta aus dem Jaher 1130 erhalten ist.
Im 2. Weltkrieg wurde das spitze Tumdach stark beschädigt und später durch eine Dachkonstruktion in niedriger Form ersetzt (siehe Foto). Im Jahr 2002 wurde der Bau einer Dachkonstruktion in ursprünglicher Form geplant. Die Pläne wurden mittlerweile umgesetzt und der 'Selfkantdom' ist bei der Anfahrt nach Heinsberg wieder an dem Spitztum erkennbar. Das Foto gabz unten links zeigt die Kirche noch mit dem alten Turmdach.
Zu erreichen
a) über einen steilen Treppenaufgang am Parkplatz in der Nähe der Fußgängerzone
b) über die Anfahrtstraße (Kirchberg) der Kirche (Abzweigung der Hochstraße), die neben dem Torbogen des Heimatmuseums bergauf führt.
c) über einen Treppenaufstieg vom Parkplatz der AOK.
B221 : Über die B221 in Richtung Heinsberg. verlassen sie die B221 für Heinsberg Centrum. Parken am Parkplatz der AOK gleich nach der ersten beampelten Kreuzung, dann haben Sie einen Fußweg von max. 10 Minuten
B56 : Folgen sie dem Verlauf der B56 über die Umgehungsstraße vorbei an Geilenkirchen. Dann der Beschilderung nach Heinsberg über die B221.
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