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Männerfeindliche Werbebeiträge

Ich finde es durchaus OK ...

... wenn heute ein Mann für das Edelstahl-Kochtopfset zu 199,- € Werbung macht und nicht wie in den 70gern noch, eine Hausfrau in blütenweißer Schürze.

Zu beobachten welche Rolle Männern in millionenschweren 30 Sekunden-Spots zugedacht werden, ist sehr interessant. Die Profis haben nun wirklich "das Ohr am Herzen des Verbrauchers". Niemand kann es sich heute leisten, neben den vielen Mitanbietern beim Käufer auf die falsche Stimmung zu setzten. Schließlich kosten diese Werbeeinblendungen ein Heidengeld.

Ich sehe die Reklamespots nicht nur als Meinungsmache, auch als Meinungsbarometer!





wohin geht der Trend ?

Das blonde Dummchen mit Kakaoflecken in der Tischwäsche war nicht das Aushängeschild für die clevere, intelligente deutsche Frau. Es war das vorherrschende Klischee und man empört sich zu Recht.

Bemerkenswert aber ist es festzustellen, wie gut bezahlte Trendsetter und Meinungsmacher die Rolle des Mannes in unserem Land sehen. Die starke Position der Frau sollte man nicht gleichsetzen mit dem Gegenpool des schwächlichen Mannes, auf den mehr als 150 Beschreibungen wie Weichei und Warmduscher zutreffen. Ich wehre mich auch nicht gegen diese Meinung (da sind die Männer selbst schuld), denke nur darüber nach ob wir uns in dieser Rolle wohl fühlen müssen. Wenn der Mann in der deutschen Werbung, anders als sonst in Europa, als Looser hingestellt wird, dann finden Sie das ganz toll? Nun, nicht jeder muss so denken! Möglicherweise sind Sie der Meinung, dass das auf Sie persönlich ohnehin nicht zutrifft?




düstere Aussichten

Jahrelang alles falsch gemacht. Aus Fehlern wird keiner klug, scheint es. Mit einem Behinderten, einem Schwarzen oder mit einem Türken würde man solche Spots nicht drehen. Mit dem Prototyp des Loosers, dem deutschen Mann geht das!

Die Werbeindustrie weiß was abgeht! Fehlinvestitionen würden richtig viel Geld kosten. Die Werbung reagiert schnell. Sie kennt den Trend! Wir erkennen diesen Trend auch -- nicht nur an den Reklameseiten und Comercials.




Schluss mit Stillhalten

Intelligent genug, den Mund auf zu tun. Nicht faul genug, alles still zu ertragen.

Kümmern wir uns. Ich schreibe Postkarten, schicke Faxe und Emails.

In Rundfunk und TV zählt eine Zuschrift für 50 000 Zuschauer (wegen des Trägheitsfaktors). Einige Spots wurden bereits geändert, natürlich nicht nur wegen meiner Reaktion. Aber: 1 000 000 Meinungen ( sprich 20 Zuschriften ) haben Gewicht! Ich setze mich ein für Behinderte, Kinder, Minderheiten und nun auch für den Obertrottel und Volksblödian: "Deutscher Mann".




Kommt Ihnen das bekannt vor?

  Die besten Dinge in Leben sind die, die ich selbst bestimme

Nein hier geht's nicht um gemeinsame Absprachen

  Na, das ist ja fast nichts

Hier wird nicht etwa eine flachbrüstige Frau gezeigt!

  In diesem Jahr sorge ich dafür, dass ich das richtige Weihnachtsgeschenk bekomme.

Autotür auf und - schwupps - während der Fahrt rausgeworfen (IKEA), nett oder?




Aktiv werden

 Soll doch der Hund in der Bahnkreklame auch mal einem Mädchen ans Bein pinkeln (Werbung wurde ausgesetzt).

 Warum warb GMX mit hintertückischen, rachsüchtigen Zenzies? (nicht mehr gesendet ). Meinen Emailaccount bei GMX habe ich offen und mit der Angabe der Gründe gekündigt. Ich schreibe allerdings nicht nur an GMX sondern auch an deren Werbepartner. Das tut weh im Geldbeutel!

 Meinethalben können die Mädchen ihr Schoko-Naschwerk, - das alles ist nur nicht männlich - gern von ihrem eigenen Taschengeld kaufen. Nur sehe ich nicht ein, mit dem Kauf aus meinem Geldbeutel eine solche Reklame zu finanzieren!


Aktiv werden durch passiv bleiben ist eine Variante. Die andere habe ich oben erwähnt.











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