| Männermeinung » Wort und Kritik | »HOME |
Sexualität ohne Tränen
Provokationen und Anstöße Schweigen
Über alles kann man frei reden: Das angebrannte Essen, die Urlaubsplanung und darüber ob nun ein Haustier angeschafft werden soll oder nicht. Beim Thema Sex wird gewitzelt oder man drückt sich überhaupt. Wie soll Mann und Frau jemals auf einen angenäherten Nenner kommen? Wollen beide das gleiche? Zwei Menschen leben seit Jahren zusammen, den Kopf voller wilder Ideen und der Andere ahnt nicht einmal davon. Sollte es dann einmal passieren, erlebt der sonst treue Partner in einer wilden Affäre Dinge, die zu Hause vor dem Fernseher höchstens als nicht real weg geschoben werden.
die UmerziehungSind wieder einmal die '68er schuld? Sexualität wurde neu erfunden. Frauen bestanden auf ihr Recht und Bedürfnis nach Zärtlichkeit und wollten sich nicht benutzt fühlen. Zu Hause wurde der deutsche Mann zu einem babywickelnden, fensterputzenden Pantoffelhelden umerzogen, der im Laufe der Jahre so viel seines männlichen Verhaltens aufgab, dass er selbst für die eigene Partnerin uninteressant wurde. Es fällt dem deutschen Mann eben schwer, zwei Rollen gleichzeitig zu verkörpern.
Gänseblümchensex
Sex soll aus Zärtlichkeit, Berührungen und Umarmungen bestehen! Wer schreibt das vor? Warum wollte man aus einem fleischfressenden Tier einen Vegetarier machen? UnbefriedigendDas Frausein wurde damals in Diskussionen und Fernsehbeiträgen auf den Zustand von Hormonspiegel, Komplexen, Krebs und Klagen dezimiert. Das Bild der Frau war vordergründig auf das benutzte Objekt und ein nicht ausgelebtes Bedürfnis nach Zärtlichkeit beschränkt. Das Männerbild war ebenso verzerrt: "Was Männer mögen, finden sie eher in Schwulenbars oder Bordells (oder für die 'Bürgerlichen', beim Kegelausflug). Anonymität und Sex ohne Tränen." Süßstoff"Eine Beziehung ist der künstliche Süßstoff, Sexualität der echte Zucker!" Was ist dran, an diesem Ausspruch von Julie Burchill? Muss neben der ganzen Nettigkeit innerhalb einer Beziehung alles andere zum Sterben verurteilt werden? Sie meint, man solle sich an die Zeit erinnern, als man sich noch
ein wenig fremd war. Vielleicht wären Ehebrüche dann seltener. Der Reiz des Verbotenen
ist oft nichts anderes als der Zauber des Unbekannten.
|
![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |