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... wir hören voneinander ...


Ich melde mich - Wie funktioniert das eigentlich?

Beim Flirt gilt noch immer die bewährte Regel: Willst was gelten, mach dich selten. Aber, wie kann man mit einer Frau im Kontakt bleiben, ohne sich zu melden zu müssen? Zumindest nicht als erster.




Selbstbeobachtung

Haben Sie sich schon einmal selbst beim Flirt beobachtet? Das erste gemeinsame BECKS-GOLD ist schnell getrunken, das erste Geplauder ohne Beschädigung überstanden. Und dann ...

Wer macht jetzt den nächsten Schritt? Beschwingt vom Zauber des Moments, notfalls auch von drei Cocktails, verabschiedet man sich und verbleibt, dass man wieder von sich hören lässt. Etwa so: «Du kannst mich ja anrufen? - «Na ja, oder du!» - «Prima, wir hören also voneinander!?» - «Klar!»

Natürlich ist nichts klar. Wer ruft zuerst an und dann bloß nicht gleich am nächsten Tag. Fakt ist, einer von beiden muss sich melden! Aber wer? Es gilt als uncool, sich als erster zu rühren.

Einen Tag nach dem Rausch des Kennenlernens lümmelt man noch siegesgewiss auf der Terrasse, genießt die Sonne und die letzte Ausgabe des PLAYBOY. Das Zeitgeist-Handy in Reichweite (gleich neben den BIRKENSTOCK-Schlappen) und die Musik um ein paar Zacken leiser, damit man auch nichts überhört.

Ganz cool, nur etwa jede halbe Stunde schaut man auf die DigiClock mit Carbonarmband und denkt an SIE. Man ist so unglaublich cool, dass sich Berge von Crashed-Ice in den Achselhöhlen bilden. Leider schmelzen die sehr schnell. Spätestens, wenn sich die Zenzi auch am dritten Tag nicht meldet. Ist vielleicht der SMS-Versand gestört? Zweifel kommen auf.

Spätestens am 5. Tag sind die Nerven zum Zerreißen gespannt. Eine neue Taktik muss her! Anrufen ja, aber bloß keine Blöße zeigen! «Hallo, ich bin's, kann es sein, dass ich im Bistro meine RAY-Ban auf dem Tisch vergessen habe?» Oder: «Du, ich schau mir morgen im CINETOWER 'Das Experiment' an, hast du Lust mitzukommen?» Dabei will man gar nicht ins Kino, oder wenn, dann eher in 'Miss Undercover' mit Sandra Bullock. Käme aber nicht so gut rüber, würde sie tatsächlich ja sagen.




Frontalangriff

Also ich fahre ganz gut mit einem Frontalangriff zum Abschied. Beim Austausch der Telefonnummern, falls es dazu kommt (ich gebe zu damit tu ich mich noch schwer), spreche ich die Drohung aus gleich und sofort nach meinem Heimkommen anzurufen, auch um halb vier Uhr morgens.

Möglicherweise auch aus taktischen Gründen, das gestehe ich ein. Zumindest bin ich damit gleich aus dem Schneider. Oder man zieht das Angebot mit der Telefonnummer gleich zurück und bewahrt mich vor einer «Niederlage». Wäre ja auch schlimm für mein Ego!

Aber eins wird gleich klar: Ich verspüre keine Lust mich an die Spielregeln zu halten, die ohnehin keiner mag.














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