
Pinkel-Krieg
Sitzen oder stehen, der ewige Zwiespalt
anatomischer Unterschied
Die unterschiedlichen anatomischen Voraussetzungen schaffen auch bei
offensichtlich banalen Gelegenheiten aus verschiedenen Gründen immer
wieder Grundlagen für Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten.
Welche Argumente zählen wirklich? Bequemlichkeit,
der Vorteil sich nicht hinsetzen zu müssen (in öffentlichen Toiletten auch nicht
immer angenehm) oder medizinische Gründe?
Handhabung
Sanitäreinrichtungen
Hygiene
Ist es immer nur der Neid wegen der scheinbar problemloseren, zeitsparenderen Lösung für das
männliche Geschlecht oder gibt es durchaus wichtigere Hintergründe einer
solchen Debatte? |
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Kontrolle
Der wichtigste Aspekt ist wohl der Umstand, daß beim Mann eine effektivere
Kontrolle über die Richtung des Harnstrahls innerhalb der gesamten Reichweite
möglich ist. Ein weiterer Faktor ist die Kleidung. Für Frauen ist mir
zur Zeit nur wenig geeignete Kleidung bekannt, außerdem gab es zwar bereits
1908 Frauenpissoire, nur sucht Frau heute vergebens nach solchen Einrichtungen.
Sieht der Mann heute in dem Vorteil (darüber müssen wir noch reden) stehend
Wasser lassen zu können ein letztes Privileg? Das könnte man auch
umkehren: "Nehmt den Frauen das vorletzte Privileg, pinkelt im Sitzen!".
Es ist ganz sicher überspitzt zu behaupten, der Mann käme seinem Urinstinkt
des Markierens nach wenn er mehr oder weniger geschickt im breiten
Sprühstrahl mal wieder (unvermeidlicherweise) über das Ziel oder den Rand
hinausschießt.

falsche Meinung
Es ist ein Fehler anzunehmen die stehende Haltung wäre bei Männern durchweg üblich;
genauso unrichtig ist es zu glauben es seien ausschließlich Frauen die ihre männlichen
Besucher der Gästetoilette zum Hinsetzen auffordern. Der Single-Mann möchte seiner
Putzhilfe die wenig schöne Arbeit des "Hinterherwischens" ersparen und die Zeit bis zum nächten Reinigungstermin möglichst geruchsneutral durchleben.
Außerdem: Es gilt nicht nur, wegen der mit zunehmendem Abstand ebenfalls zunehmenden
Zielprobleme den Fußboden oder die Toilettenbrille zu schützen. Mit der Beschmutzung
der Schuhe ist zu rechnen!

medizinisch
Die Lebenserwartung des starken Geschlechts liegt in Deutschland etwa 7 Jahre unter
dem der Frauen. Neben anderen Gründen wie falsche Ernährung, Tabak- und
Alkoholmißbrauch werden als Ursache auch geschlechtsspezifische Nachteile aufgeführt.
Nicht unwesentlich dürften auch Prostataprobleme und ungenügende Harnentleerung
dazu beitragen!
Eine Harnentleerung erfolgt in sitzender Stellung gründlicher und ist daher
gesundheitlich vorteilhafter. Eine medizinisch erklärbare Berechtigung stehend
zu Urinieren gibt es meiner Meinung nach dann nur noch in betrieblichen oder
öffentlichen Toiletten.
Hinsetzen
Gründe sein Geschäft nicht im Stehen zu verrichten gibt's offensichtlich
ausreichend. Einsichtig sind Männer längst. Alt werden bei guter
Lebenqualität ist ganz bestimmt ein Grund mehr. Wie stellt Mann das nun
an, sich hinzusetzen ohne dabei die Hosen herunter lassen zu müssen, im
doppelten Sinn des Wortes?
Nun, das bleibt letztendlich jedem selbst überlassen.

witziges:
Die Psychoanalyse des Pinkelns
aufgeregter Typ:
Kann den Hosenschlitz nicht finden. Zerreißt die Hose oder reißt die Knöpfe ab.
verträglicher Typ:
Schließt sich Freunden zu einem gemütlichen Pinkeln an, egal ob er es nötig hat oder nicht.
schamhafter Typ:
Kann nicht Pinkeln, wenn jemand zusieht. Tut, als ob er gepinkelt hätte und schleicht nachher wieder zurück.
gleichgültiger Typ:
Pinkelt in den Abfluß, wenn alle Becken besetzt sind.
schläfriger Typ:
Pinkelt durch das Hosenbein in seinen Schuh, geht mit offenem Stall weg.
praktischer Typ:
Pinkelt ohne festzuhalten und bindet die Krawatte zur selben Zeit.
wissenschaftlicher Typ:
Sieht während des Pinkelns in's Becken, um die Luftblasen zu beobachten.
Angeber-Typ:
Macht fünf Knöpfe auf, wenn zwei genügen.
vergeßlicher Typ:
sucht zwischen Hemd und Unterhose und gibt dann auf.
kindischer Typ:
Spielt mit dem Strahl auf und ab und versucht Fliegen zu treffen.
geistesabwesender Typ:
Öffnet die Weste, nimmt den Schlips heraus und pinkelt in die Hose.
Rücksichtsvoller Typ:
Steht nachts auf, steigt mit einem Fuß in den Nachttopf, pinkelt am Bein entlang, damit seine Frau nicht wach wird.
Streber-Typ:
Versucht am höchsten zu Pinkeln.

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