Sandbad für die Fellpflege
Freitag ist Badetag! Das gilt schon lange nicht mehr. Meine Mäus möchten zwei mal täglich baden.

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Warum sandbaden?
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Rennmäuse nehmen gerne ein Sandbad (ab einem Alter von ca. 8 Wochen). Das ist wichtig für die Regelung der Körpertemperatur und für die Fellpflege. Durch Wälzen im Sand können sie den Fettauftrag des Felles regulieren. Bei höheren Umgebungstemperaturen ist eine stärke Fettung (Wärmestau) nicht mehr erforderlich. Sie benötigen Sand also, um ihren Temperaturhaushalt zu steuern. Überflüssiger Talg wird beim Sandbad abgestreift.

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Die Badewanne
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Anfangs habe ich den Sand in eine flache Schale gefüllt mit dem Ergebnis, dass die Mäuse den Sand beim Baden oder Scharren im Käfig verteilt haben. Da blieb nicht viel übrig. Ein kleines Gefäß (aus dem Deko Laden 15 x 10 x 10) oder ein Glas auch ein Blumentopf ist da schon besser.
Ich habe das Problem mit der Sandschale jetzt anders gelöst: Den Sand fülle ich in eine Glasschale die kugelförmig ist (Dekoladen). Bein Scharren fliegt der Sand natürlich nach hinten weg, wird aber durch die runde Form im Bogen wieder in das Gefäß zurückfallen. Man kann auch noch einen Abschluß als Deckel mit einer Bohrung obenauflegen.
Übrigens ist der flotte Hüpfer in das Gefäß und das folgende Wälzen im Sand eine beinahe lustige Zirkusnummer, die meine Besucher jedesmal ganz faszinierend finden.

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fertig ...
| ... los
| Sandschale
| Einweckglas
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Chinchillasand
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Guter Chinchillasand wird aus Bimsstein hergestellt. Die Körnung (Größe der Sandkörner) ist etwa 0,07 bis 0,18 mm. Er ist nicht billig (2,5 kg ca. 4 Euro). Dieser Sand ist optimal. Bei dem relativ kleinen Behälter mit weinigen Esslöffel Füllung reicht das für eine Weile. Lediglich der Boden muss bedeckt sein.
Der Sand ist extrem feinkörnig und kann deshalb gut zwischen die Fellhaare gelangen. So haben meine Mäuse einen Service wie im Hilton. Du kannst den Sand ja täglich für eine Stunde in den Käfig stellen und dann herausnehmen (wöchentlich wechseln).
Da ich so mit einer Dose Chinchillasand mehr als ein halbes Jahr auskomme, halten die Kosten sich noch in Grenzen.

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Vogelsand
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Vogelsand wird aus Muschelgrit gemahlen. Die Körnung (Größe der Sandkörner) ist etwa 0,1 - 1,2 mm. Dieser Sand ist natürlich besser als nichts, aber eigentlich für das Sandbad der Rennmaus nicht so gut geeignet. Der Sand ist grobkörniger als Chinchillasand und die Quarze (das sind die kleinen Sandkörner) sind scharfkantiger. Nein die Maus verletzt sich nicht aber der Sand kann nicht so gut zwischen die feinen Haare des Fells gelangen und den Talg herausbürsten. Vogelsand gibt es in jeder Tierhandlung.

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Quarzsand
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Sandkastensand ist Quarzsand. Auch hier gilt: Dieser Sand ist natürlich besser als nichts, für das Sandbad der Rennmaus aber nicht optimal. Der Sand ist hart und grobkörnig, enthält aber nicht so viele scharfkantige Teilchen wie Vogelsand.
Nun, einige Mausies nutzen die Sandschale auch als Toilette, davon habe ich schon gehört.
L. Kampert:
Da kann ich nur zu stimmen, denn meine benutzen ihn als dessen. Er steht den ganzen Tag über in dem Käfig und meine Renner gehen nur dorthin um ihr geschäft zu vollrichten. Dadurch wird er normalerweise täglich durchgesiebt und der Sand ist wieder frei von Kot. Nachdem dies getan wird stürmen die Renner zum frischen Sand um eine Runde zu wältzen. So bleibt der Käfig eigentlich frei von allerlei Kot und Ausschreitungen und jediglich der Pott mit Sand macht ein wenig Arbeit.
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