Mongolische Wüstenrennmäuse

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Beißereien

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was tun bei Beißereien?



Gründe für Beißereien

 Gruppenfremd

Beißereinen sind üblich wenn eine Maus nicht zur Gruppe gehört (fremd riecht) oder eine zur Gruppe gehörende Maus plötzlich anders riecht. Eine Duftdrüse unter dem Bauch der Maus erzeugt Duftmarken. Eigentlich gedacht zum Markieren des Aufenthaltsbereichs und der der Wege.

 Rivalenkämpfe

Rivalenkämpfe untereinander sind nicht auszuschließen. Ganz bestimmt dann nicht, wenn das Terrarium zu klein ist und die Jungen in das zeugungsfähige Alter kommen oder der alte "Boss" gestorben ist.

Auch wenn das (bisher) dominante Weibchen innerhalb der Gruppe 'abtreten' muss, weil nachrückende Jungtiere ihre Position erstreiten möchten, ist mit Beißereien zu rechnen.


Ursachen

  • beim Auslauf hat eine Maus einen Frendgeruch angenommen
  • anfassen der Mäuse mit "Cremehänden"
  • längere Trennung von der Gruppe
  • Rivalenkämpfe

Tipp: Musst du mit einer Maus zum Tierarzt, nehme sämtliche Mäuse in der Transportbox mit. Eine Trennung der Mäuse könnte schon nach 2 Stunden zu Beißereien führen.



Ankündigungen

Bevorstehende Beißereien kündigen sich dem aufmerksamen Beobachter an. Zuerst ist es die neue Rangfolge am Futternapf oder der neuerdings freche Versuch einer untergeordneten Maus, den Leckerbissen aus dem Mäulchen der anderen zu stibitzen.

Ganz unmittelbar vor einer Beißerei verharren die beiden Tiere oft dicht nebeneinander, jede hält ihren Kopf neben dem Hinterbein am Körper der anderen. So warten sie für nur wenige Sekunden bevor es ganz gefählich wird. Höchste Zeit die Streithäne zu trennen (bei einer Vergesellschaftung z.B.).




Tipp merken für den Notfall:

Bei meinen derzeitgen Rennern kam es im Verlauf der letzten 3 Jahre 2 mal zu Beissereien nach einem Auslauf. Mit dieser Sofortmaßnahme hatte ich jedesmal Erfolg, obwohl die Tiere schlimm ineinander verbissen waren:

Kleinraum (Transportbox) -Methode

Dazu nimmst du einen Schuhkarton oder eine Transportbox.


  • Mäus trennen (dabei wurde ich jedesmal selbst gebissen).
  • 10 Minuten getrennt halten, nicht länger
  • dann in einen winzigen Behälter mit Beobachtungsmöglichkeit sperren
  • nach 1 Stunde wieder in den gereinigten Käfig / Terrarium


Wenn das nicht hilft kommt die Langzeittherapie:

Mann kann nun versuchen die Mäuse wieder aneinander zu gewöhnen. Nur leicht wird es nicht. Mann sollte damit beginnen das Terrarium / Käfig wirklich intensiv auszuwaschen damit alle Duftmarken beseitigt sind. Eine Garantie gibt es aber nicht.

Ältere, einander fremde Rennmäuse kann man nur schwer aneinander gewöhnen. beim Kauf immer Tiere aus einem Wurf kaufen.


Von der Duftdrüse unter dem Bauch mit einem neutralen Papiertuch den Geruch abnehmen und das Tuch in den Käfig der anderen Maus legen, auch ins Nest. Das alles mehrmals täglich über mehrere Tage, bevor man die neue Maus dazusetzt. Öfters die eine Maus (jeweils alleine) in den anderen Käfig setzen und umgekehrt.

Nätürlich alle Einstreu austauschen und den Käfig auswaschen, wenn es dann soweit ist. Unbedingt die Mäuse beobachten. Mehrmals dazusetzen und nach kurzer Zeit wieder herausnehmen. Erst nach ca. 3 Tagen endgültig versuchen.

Nach einem mißlungenen Versuch erst mal Ruhe einkehren lassen 2-3 Tage, weil der Geruch ja noch bekannt und mit Rivalität verbunden ist.


Falls das alles nicht klappt, kann man leider nicht viel machen.

Mehr Informationen zum Eingewöhnen (man nennt das Vergesellschaften) findest du im Menü 'Haltung'.

Eingewöhnen - Vergesellschaften


Finger weg von Duftmitteln!

Manche empfehlen auch die harte Tour, wobei man die Mäuse mit Parfüm einreibt. Davon ist aber meiner Meinung nach wegen des Lösungsmittles abzuraten. Der fein zerstäubte Alkohol ist nichts für Mäusenasen. Für eine Maus wäre das genau so, als würden wir an Salmiakgeist schnuppern.

(Hundenasen mögen das übrigens auch nicht)






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