Mongolische Wüstenrennmäuse

 alphabetisches Register  Sitemap  Forum  Gästebuch  Kontakt  www.clickstart.de






Vergesellschaften

zurück zur vorherigen Seite    Home

Eine neue Maus eingewöhnen (vergesellschaften)



Der Rennmaus-Clan

 Rennmaus Gerbil
  Bild anklicken
Rennmäuse pflegen einen recht intensiven sozialen Kontakt. Familienmitglieder werden durch Schnuppern erkannt, das Revier wird durch Duftmarken abgegrenzt und gegen fremde Mäuse ganz bestimmt verteidigt. Zusätzlich beobachtet man eine gewisse Rangordnung innerhalb der Mäusefamilie. Das macht es nicht einfach, eine neue Maus in eine bestehende Rangordnung einzugliedern.

Trennt man eine Maus für mehr als 3 Tage von ihren Artgenossen, kann es beim Wiedereingliedern schon zu Streitereien kommen. Auch dann ist eine erneute, vorsichtige (Wieder-)Vergesellschaftung notwendig.


Ein Vergesellschaftungsversuch hat nicht immer Erfolg!

Bei einem echten Raufbold und Beißer wird die Vergesellschaftung auch mit einer jungen Maus mit einem Risiko verbunden sein. Hatte auch mal so einen Rambo. Der biss alles was einen Mäuseschwanz hatte. Er hat ca. 3 Jahre alleine gelebt und wurde mehr als 4 Jahre alt.



Vergesellschaften

Eine Rennmaus sollte nicht alleine gehalten werden! Aber was tun, wenn eine Maus stribt? Man kann nicht einfach nur so eine Maus dazusetzen. Was ist also notwendig um eine neue Maus einzugewöhnen? Die alten Mäuse verteidigen ihr Revier und würden die neue Maus angreifen wenn man nicht behutsam vorgeht. Oft enden diese Versuche in schlimmen Beißereien und sogar mit dem Tod einer Maus.

Das Eingewöhnen neuer Mäuse in eine bestehende Familie nennt man 'Vergesellschaften'. Ein Vergesellschaftungsversuch hat nicht immer Erfolg! Dann müssten die Tiere in 2 Terrarien gehalten werden (mit dem Züchter eine evtl. Rückname absprechen wäre ein Ausweg).


Eine Eingliederung unter Beobachtung ist in verschiedenen Situationen notwendig:

 eine Maus ist gestorben, neue Maus soll dazu kommen
 man hat eine "Einzelmaus" bekommen, die nicht alleine leben soll
 Streitereien nach dem Freilauf
 Eingliederung nach einer mehrtägigen Isolation wegen Krankheit
 Kämpfe um die neue Rangordnung (häufig im Alter von 2 Jahren)



Beim Tod einer Maus aus einer Zweiergruppe muss man überlegen, wie lange die zurückbleibende Maus noch leben wird. Ist die Maus bereits 2 jahre oder älter, rate ich persöhnlich dazu die Maus in Einzelhaltung mit besonders viel Zuwendung zu halten. Logisch klingt das, wenn dir klar wird, das nach ca. einem Jahr die neue Maus wieder alleine sein wird und sich durch das unterschiedliche Alter dauernd neue Eingliederungsversuche wiederholen. (2 statt 1 neuen Jungmaus ändern diese Situation natürlich)

Weiter zur Seite Entscheidungshilfe, neue Maus oder nicht?






Zwei Verfahrensweisen / Praktiken kann man anwenden:

       Zusammenführung auf neutralem Boden (siehe auch Transportbox)

       vorsichtige Eingliederung im Lebensbereich vorhandener Mäuse
 



TB-Box-Methode

 Rennmaus Gerbil
  Bild anklicken
Im Forum wird dieses Verfahren auch als Transport-Box Methode bezeichnet. Ist die neue Maus noch recht jung, würde ich es zuerst mit der TB-Box Methode versuchen (kleiner Karton geht auch). Dabei Treffen sich die Mäuse auf neutralem Terrain auf kleinstem Raum. Bei ganz jungen Mäusen (ca. 6 Wochen) gestaltet sich die Vergesellschaftung manchmal ganz problemlos.

Wenn sich die Mäuse augenscheinlich in der kleinen Box gut vertragen (15 Minuten) würde ich sie im gereinigten Terrarium mit neuer Einstreu (Versteckmöglichkeiten herausnehmen) zusammensetzen. Natürlich nur unter Beobachtung.

Hinweis: Wenn sich zwei Mäuse nebeneinander verharrend (Kopf neben dem Hinterleib der Anderen) wartent dassitzen, kann man beißereien erwarten. Solange sie noch balgen, Am Hinterteil schnüffeln und dabei auch "boxen" ist das noch kein Alarmzeichen.


Trenngittermethode

Das vorhandene Terrarium wird durch ein Gitter oder mit Draht in 2 Bereiche aufgeteilt. Die Mäuse können bereits Kontakt aufnehmen, sich beschnuppern. Die Mäuse oft (mehrmals täglich) in den anderen Bereich wechseln. Sie dürfen sich dabei aber nicht begegnen. Hintergrund ist, die Mäuse sollen sich an die Duftmarken und den Eigengeruch der anderen Mäuse gewöhnen und als "normal" wahrnehmen. Dazu haben sie nach einem Wechsel Gelegenheit. Mit ein paar Tricks kann man das noch unterstützen. Nestmaterial, Einstreu, Gegenstände und auch kleine Papierstreifen mit dem vorher an der Duftdrüse abgenommenen "Probe" kann man in die andere Käfighälfte geben. Auch das so oft wie möglich.

Nach einigen Tagen, reinigt man das Terrarium mit Wasser (plus einem Tropfen Spülmittel auf 5 Liter), entfernt alle Versteckmöglichkeiten und Einrichtungsgegenstände (erst mal nur neue Einstreu in das Terra geben). Nun die Mäuse zusammenbringen und mindestens 1 Stunde beobachten. Beim ersten Anzeichen von Raufereien sofort trennen und einen weiteren Tag warten und einen neuen Versuch starten.

Wenn es dann friedlich zugeht, kann man später lediglich ein Schlafhäuschen (mit frischen Papierstreifen) hineinstellen und warten, ob alle Mäuse dort schlafen werden. Erst in der nächsten Wachphase weitere Einrichtungsgegenstände dazugeben.

Hinweis: Wenn sich zwei Mäuse nebeneinander verharrend (Kopf neben dem Hinterleib der Anderen) wartent dassitzen, kann man beißereien erwarten. Solange sie noch balgen, Am Hinterteil schnüffeln und dabei auch "boxen" ist das noch kein Alarmzeichen.



Wenn du eine Vergesellschafung versuchen möchtest, sind ein paar Tipps sicher hilfreich. Hier meine Erfahrungen, als ich 2 neue mit meinen 2 alteingesessenen Mäusen vergesellschaften wollte. Ganz klar, ich habe ganz junge Tiere (max. 10 Wochen) ausgesucht.


a) Streu und Schlafnester entfernen
(Schlafnest in einem Plastikbeutel aufbewahren)

b) Terrarium ausräumen
gründlich auswaschen, Wasser + 1 Tropfen Pril

c) Schlafhäuschen verschließen / herausnehmen
Papptunnel und Verstecke entnehmen

d) Bei 2 neuen Mäusen:
Die erste neue Maus
mit dem alten Schlafnest abrubbeln

e) Bei 2 alten Mäusen:
Duft von der Duftdrüse der alten ranghöheren Maus
mit dem Finger auf die neue übertragen

f) Bei 2 alten Mäusen:
Rangniedere Stammaus im Käfig belassen
abgerubbelte neue Maus für einige Minuten dazusetzen

g) aufmerksam beobachten
bei Agressionen sofort trennen

h) Prozedur für andere Maus wiederholen
beobachten


Die Schritte c) bis h) würde ich mehrmals täglich wiederholen.







 Das könnte Dich auch interessieren:


   

   


  Entscheidungshilfe
 
  Tipps zm Kauf
 
  Erfahrungsbericht




 nach oben