Sitemap Sitemap    Forum Forum    Chat Chat    Gästebuch Gästebuch    Chat Register    Chat Web-Toolbox






Einstreu  

zurück zur vorherigen Seite    Home

Einstreu für den Käfig

 Weichholzspäne  Vogelsand ?  Gartenerde ?  Kleintierstreu
 Heu + Stroh  Hanfstroh  Waldboden  Kleintierstreu




Verfahrensvorschlag

Ich habe schon viel experimentiert um die richtige Mischung herauszufinden. Dabei wollte ich erreichen, dass die Tunnel nicht gleich zusammenbrechen und habe verschiedene Materialien gemischt.


Holzwolle
Einstreu plus Papier
untermischen
auffüllen
fertig

Holzwolle Streu + Papier untermischen auffüllen fertig


Beachten: Heu und Stroh

Häufig werden mit Heu oder Stroh Milben in das Terrarium verbracht, diese Fälle häufen sich in der letzten Zeit. Das bedeutet: Kein unbehandeltes Stroh oder Heu für meine Mäuse, wenn ich nicht sicher bin (und ich bin mir eigentlich nie sicher), ob alles milbenfrei ist. Also kriegen sie im Zweifelsfall keines!

Das bedeutet: Zur Sicherheit Heu und Stroh immer vorher für 24 Stunden bei minus 18 Grad in die Truhe!



Welche Einstreu soll man verwenden?

Im Handel gibt es verschiedene Einstreu zu kaufen:
  • Einstreu aus Holzspänen Sägemehl
  • Einstreu aus Maisblättern
  • Einstreu aus Hanfstroh
  • Einstreu auf Papierbasis
Die richtige Einstreu für den Käfig ist ganz wichtig. Rennmäuse wollen buddeln, Tunnel graben und wühlen. Erst mal reicht ganz normale Kleintierstreu.

 vor Kurzem machte ich eine Neuentdeckung: Hanfstroh (siehe weiter unten).

Die Mischung macht's! Kleintierstreu ist schon OK, fällt aber beim Tunnelbau schnell wieder zusammen. Das verhindern langfasrige Zumischungen wie: Kokusfasern, Textilfasern, Papiersteifen und Holzwolle.

 Kokusfasern
 Hanfstroh
 Kleintierstreu

Kokusfasern
Hanfstroh
Kleintierstreu
Waldboden


Zur Untermischung von anderen Zusätzen werde ich eine eigene Seite erstellen: Kokusfasern, Textilfaser, usw. Bis dahin hier nur der Hinweis:

Die Textilfasern gibts im Zoohandel als Nistmaterial für Exotische Vögel in kleinen Beuteln zu kaufen, also dort wo auch Vögel abgegeben werden. Die Fasern sind aus reiner Baumwolle ohne schädliche Färbung und Zusätze und etwa 6 - 10 cm lang.

Kokusfasern gibts im Zoohandel und sind eigentlich nichts anderes als die langen braunen Fasern, die man außen an einer Kokusnuss 'abrasiert'.

 

Weichholzspäne

Üblich ist eine Einstreu aus Weichholzspänen. Beim Zernagen entsteht weniger feiner Staub, der sich in sonst den Atemorganen festsetzen kann.

Holz nimmt Urin gut auf. So habe ich die Möglichkeit auch zwischen den Grundreinigungsterminen die Streu und damit Krankheitsherde (Pilze) zu entfernen, weil ich einen Großteil mit der Einstreu wegnehme. Wenn man Holzspäne mit Holzwolle vermischt, können die Mäuse außerdem richtig tolle Gänge (die nicht zusammenfallen) bauen.

Nachteil: Oft steckt schon im Verpackungssack eine Menge Staub und Sägemehl. Auch beim Zernagen von Spänen oder Holzwolle entsteht feiner Staub, der sich beim Scharren der kleinen Nager ganz gut verteilt.

 

Vogelsand

Der Sand scheint hygienischer wegen des Duftmittels, das oft beigemischt ist. Ich halte das für Augenwischerei. Außerdem stört der Anisgeruch die Rennmäuse mit ihren feinen Nasen. Sand, in seinen Bestandteilen eigentlich kleine Quarze, kann Flüssigkeit nicht wirklich aufnehmen, sondern klumpt nur zusammen.

Eine Einstreu lediglich aus Sand ist nicht in Ordnung. Einige Rennmaushalter nehmen Sand ganz zuunterst und füllen mit Kleintierstreu auf. Im Sand können die Mäuse keine Tunnel und Höhlen bauen weil alles sofort zusammenfällt.

 

Katzenstreu

Ich halte Katzenstreu für ungeeignet!

Immer wieder hört man die Frage Rennmäusen Katzenstreu unter die Einstreu zu mischen. Seinen Zweck erfüllt es aber auf keinen Fall. Als Käfigfüllung zum Buddeln und Graben ist es nicht geeignet. Graben macht im Katzenstreu keinen Spaß

Katzenstreu nimmt zwar die Feuchtigkeit auf und löst, abhängig vom Hersteller eine chem. Reaktion aus, die der Geruchsbelästigung (bei Katzen) entgegenwirkt. Von Katzenstreu bin ich nicht überzeugt.

Es enthält oft Chemikalien zur Geruchsbindung und wäre beim Verzehr (Anknabbern) nicht gut für die Rennmäuse. Wegen der Geruchsbelästigung Katzenstreu zu nehmen ist aber auch nicht notwendig. Denn auch ohne Katzenstreu riecht man Rennmäuse bei regelmäßiger Käfigreinigung nicht.

Weitere Nebenwirkung: Der für Mäusenasen starke, fremde Geruch läßt Rivalitäten neu aufleben.

 

Erde Gartenerde

Gartenerde gehört nicht in den Rennmauskäfig

Oft hört man auch, das Erde für Rennmäuse ganz toll sei. Bitte bedenke das normale Gartenerde natürlich Insekten, Keime und Pilze enthält. Auch Gartenerde aus dem Handel ist nicht besser und kann sogar Beize und Dünger enthalten. Eine Möglichkeit Keime abzutöten bietet sich im Backofen. Dort kann man die Erde einige Zeit bei hohen Temperaturen 'behandeln'. Dabei wird der Erde auch Feuchtigkeit entzogen und die Schimmelbildung vermieden.

Gefahren: Schimmel, Keime, Insekten, chem. Zusätze



  

Hanf-Einstreu

 Hanf-Einstreu 1,5 fach vergrößert Hanf-Einstreu ist eine ganz tolle Sache. Erst mal solltest Du Dir das nicht so vorstellen wie normales Stroh. Es sind keine Halme sondern gehäckselte kleine Teilchen. Es wird in Pressballen und Säcken angeboten und wurde bisher in Pferdeboxen (aber nur bei den Superrennern) verwendet. Ich habe den Hersteller angeschrieben um herauszufinden wo man es bekommen kann.

Foto rechts 1,5 fache Vergrößerung

Hanf-Einstreu wird gerade als ideale Einstreu für Kleintiere entdeckt. Beim Anbau von Hanf ist Chemie nicht nötig. Der Hanf wird nach Aussage des Herstellers gründlich aufbereitet: Entfasert, sogfälitg gereinigt und mehrmals entstaubt. Weil Hanf keine Schadstoffe und Schimmelpilze enthält, ist er die ideale Einstreu nicht nur für die Mäuse sondern auch für den allergisch reagierenden Rennmausbesitzer.

Hersteller: P. Scharrer, Dorfstr. 22, 91230 Happung-Kainsbach, Tel.: 09151-4624

www.einstreu-scharrer.de    

Scharrer verkauft Pressballen mit Hanf-Einstreu nun auch einzeln und versendet mit der Post. Mehr Info zur Bestellung bei Scharrer (PopUP-Window)

Vorteile: Der Beutel mit dem Hanfstroh enthält nur ganz wenig Staub (anders als bei Kleintiersteu). Die Rennmäuse haben die Option die Teilchen weiter zu zernagen (wenn sie möchten).

  • enorme Saugfähigkeit
  • staubfrei
  • geruchsbindend
  • hervorragend für Allergiker
  • ohne Gerbsäure
  • Herbizit- und fungizidfreier Anbau
  • leichte Handhabung beim Einbringen
  • geringer Platzbedarf bei der Lagerung (Pressballen)
  • Entsorgung auf dem Kompost möglich
Ich kann nur hoffen, dass der Bekanntheitsgrad und das Angebot im Handel schnell zunimmt bzw. größer wird. Etwas Besseres als Hanf für die Einstreu kenne ich nicht.


 

Kleintierstreu

 Einstreu 1,5 fach vergrößert

Ich habe herausgefunden, das Kleintierstreu noch die simpelste Lösung für neue Rennmauseltern ist. Da kann man erst mal nichts falsch machen. Einstreu aus Holz ist optimal. Ich nehme Kleintierstreu als Basis und mische andere Materialien unter. Nicht nur den Boden leicht bedecken. Einige Zentimeter hoch sollten es schon sein, denn Rennmäuse graben gerne.

Foto rechts 1,5 fache Vergrößerung


Wenn man das Sägespangemisch noch mit anderen Materialien versetzt, fällt auch nicht alles gleich wieder zusammen. Dazu eignen sich Papierstreifen (die die Mäuse natürlich gleich zernagen) oder Textilfasern aus Baumwolle (Nistmaterial aus dem Zoohandel).


Du wirst schnell herausfinden welche Ecke im Käfig als Toilette benutzt wird und einen Austausch häufiger braucht. Bei einem kleinen Käfig macht es allerdings keinen Sinn, nur einen Teil der Einstreu zu entnehmen.





Heu und Stroh

Gefahr der Einschleppung von Parasiten!

Heu und Stroh ist nicht nur eine gute Zumischung zur gewöhnlichen Einstreu, es schafft auch noch Beschäftigung.

Im Zoohandel wird Heu und Stroh angeboten. Auf den Packungen einiger Hersteller wird auf Milbenbfreiheit hingewiesen. Nun könnte man ja auch Heu oder Stroh beim bauern besorgen. Eine Hand voll gibt der Bauer gerne kostenlos ab.

In Heu und Stroh können Milben 'wohnen'. Davon ist sogar auszugehen wenn es vom Bauernhof kommt und schon länger gelagert wird. Also Mitgebrachtes erst (im Plastikbeutel) für 24 Std. in den Gefrierschrank, sicherheitshalber. Mit unbehandeltem Heu oder Stroh besteht die Gefahr Milben in das Terrarium zu transportieren. Solche Fälle häufen sich in der letzten Zeit. Die mit bloßem Auge nicht erkennbaren Tierchen können sich an der Haut von Hennmäusen einnisten. Folge: Juckreiz, Kratzen und in schlimmen Fällen Entzundungen.

Unbehandeltes Stroh oder Heu gibts für meine Mäuse nicht, wenn ich unsicher bin (und ich bin mir eigentlich nie sicher), ob alles milbenfrei ist. Also kriegen sie im Zweifelsfall keines!

Abhilfe: Zur Sicherheit Heu und Stroh vorher immer für 24 Stunden bei minus 18 Grad in die Truhe! Das sollten die Milben nicht überleben.



Waldboden (Zoohandel) und andere Zusätze

Außer Holzwolle und Papier möglich:

Hanf, Kokusfasern, Textilfasern (Nistmaterial Exoten), Heu, Stroh, Hobelspäne und diverse Fertigmischungen, z.B. Waldboden.

 Waldboden Fertigmischung

vergrößern




 Das könnte Dich auch interessieren:


   

   


  Käfig
 
  Terrarium
 
  Einrichtung


 nach oben