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Die Kastration einer Rennmaus

Informationen zur Gesundheit und Krankheiten von Rennmäusen


Erfahrungen und Gesundheitstipps.
Die Informationen auf diesen Seiten ersetzen keinen tierärztlichen Rat!

Die Inhalte der Seiten wurden von tiermedizinischen Laien zusammen gestellt. Die Inhalte spiegeln lediglich Erfahrungen und Beobachtungen von Züchtern und Rennmausbesitzern wieder, erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und medizinische Fachkenntnis.


Kastration - Info zur Gesundheitsfürsorge

Kastration nennt man die Unfruchtbarmachung des Männchens. Eine Möglichkeit ungewollten Nachwuchs zu verhindern, wenn Rennmäuse unterschiedlichen Geschlechts gehalten werden. Am Besten ist es natürlich, man kauft gleichgeschlechtliche Rennmäuse. Nur stellt sich manchmal erst später heraus dass eine "männliche" Rennmaus Mutter wird. Es geschieht auch, das eines von zwei "Weibchen" schwanger ist, obwohl kein Böckchen im Käfig ist. Dann geht man davon aus, dass die Maus schon im Zoohandel schwanger geworden ist. Möglicherweise ist aber doch eines der Weibchen ein Männchen.

Jungtiere sind frühestens mit 6 bis 8 Wochen geschlechtsreif. In amerikanischer Literatur spricht man von 9 Wochen. Die Tragzeit ist 23 bis 26 Tage. Nun kannst Du ja nachrechnen und herausfinden wann deine Maus schwanger wurde.


Der Mäuseprofessor meint: Man kann Mäuseriche kastrieren lassen. Das kann und macht zwar nicht jeder Tierarzt, ist aber grundsätzlich möglich. Am besten erstmal nachfragen.

Die Schwierigkeit liegt nicht nur bei den winzigen Geschlechtsmerkmalen der Rennmaus sondern auch bei der richtigen Dosierung des Narkosemittels für das kleine Tier.



Ausführliche Informationen zum Thema Kastration

Autorin: Iome

Eine Kastration bei der männlichen Rennmaus ist natürlich keine Kleinigkeit. Weder für die Rennmaus selber, noch für den Tierarzt. Rennmäuse sind ja sehr klein und daher ist genaues und vorsichtiges Arbeiten extrem wichtig.

Das bedeutet natürlich auch, dass nicht jeder Tierarzt diese Operation durchführen möchte bzw. kann. Erfahrung spielt hier natürlich eine große Rolle! Der Tierarzt sollte schon vorher mehrmals bei einem anderen zugeschaut haben bzw. sich vorher genau über die Besonderheiten der Anatomie von Rennmäusen informieren. Ebenfalls von Bedeutung ist auf alle Fälle auch die richtige Narkose. Dazu gibt's mehr Info von mir auf der Seite ❯ Narkose

Wenn alles gut gegangen ist und die Rennmaus (meist im halb schlafenden Zustand) zum Besitzer zurück kommt, liegt es an ihm, dass der Kleine eine möglichst sanfte Aufwachphase hat. Schon allein, dass hier eine Wunde ist, wo eventuell noch etwas Wundsekret/Blut rauskommen könnte, ist für Rennmäuse oft ein Anlass "blutrünstig" zu werden. Das heißt sie fangen an den Frischoperierten zu beißen und anzuknabbern.

Rennmaus Transportbox Ich persönlich hab mich halt immer die ersten Stunden zur Transportbox gesetzt (wenn die Gruppe kleiner war hab ich sie da zusammen getan) und beobachtet. Außerdem immer wieder die Wunde etwas abgetupft und weiße Küchenrolle als Unterlage genommen und diese öfter ausgetauscht. Wenn die Gruppe größer ist kann man auch die geschlossene TB ins Aqua stellen. So können sie sich mal beschnuppern ohne, dass die anderen auf den Kastrierten losgehen können.

In der ersten Nacht ist es außerdem empfehlenswert, die ganze Rennmausbande ins Schlafzimmer zu verfrachten, um gleich zur Stelle sein zu können falls es doch noch zu Zwischenfällen kommt. Prinzipiell habe ich in den ersten 10 Tagen nach der OP, wenn die Zusammenführung wieder geklappt hat, nur Küchenrolle als Käfig/Aqua Einlage genommen und saubere Klorollen/Küchenpapierrollen. Auch hab ich das Sandbad entfernt, damit es nicht zur Verunreinigung der Wunde kommen konnte und ich habe tägl. die ganze Küchenrollenpapier-Einlage gewechselt. Außerdem habe ich immer vorsorglich mit täglicher Antibiotika Gabe nachbehandelt.

Ein tolles Präparat ist hier das Chloropal. Eine weißliche Flüssigkeit die den Mäusen eigentlich ganz gut schmeckt, allerdings 2x tägl. gegeben werden muss. So das klingt jetzt alles sehr kompliziert und schwierig. Ist es im Grunde aber nicht.

Meiner Meinung nach ist (abgesehen von der ❯ Narkose, die ich aber extra bespreche) das Schwierigste an der ganzen Sache, dass die Kollegen des Operierten ihn wieder annehmen. Ich hab da leider schon ganz hässliche Sachen erlebt.


Außerdem liegt es in der Verantwortung des Tierbesitzers zum richten Arzt zu gehen. Hier sollte nicht nur auf den Preis der OP geachtet werden, sondern vor allem auch wie kompetent er wirkt. Wie oft er so was schon gemacht hat. Wie bemüht er um das Wohlergehen seiner kleinen Patienten wirkt. Ich denke nach einem eingehenden Gespräch kann man das schon ganz gut (auch als Laie) einschätzen. Negativ in dieser Hinsicht beurteilt werden sollte: Wenn der Tierarzt die Gefahren der Narkose herunterspielt bzw. wenn er übertreibt wie gefährlich das ist und wie viele dabei 'draufgehen' (dann hat er ganz offensichtlich die falsche Methode weil sooo schlimm ist das nämlich nicht!).

Wenn mir noch etwas zu diesem Thema einfällt, werde ich das hier ergänzen.

Iome

Vorbeugung

Beim Kauf von Rennmäusen immer gleichgeschlechtliche Tiere anschaffen. Im Zoohandel und beim Züchter darauf achten, dass die Tiere nach Geschlechtern getrennt sind.

Auch beim Transport auf dem Weg nach Hause sollen nur Rennmäuse gleichen Geschlechts in einer Transportbox transportiert werden.




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