Allgemeines über Rennmäuse
Wüstenrennmäuse (englisch Gerbils) sind Säugetiere, gehören zur Gattung der Nagetiere und haben nur wegen ihrer Ähnlichkeit mit Mäusen ihren
Namen. Ursprünglich sind sie eher mit dem Hamster verwandt.
kurzer Steckbrief:

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Wo leben sie in der Natur?
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Sie leben in trockenen Landschaften (Steppe) der Mongolei. Daher auch der Name «mongolische Rennmaus» oder «Wüstenrennmaus». Dort sind die Sommer heiß und die Winter sehr trocken und kalt. Rennmäuse sind daher gut an Kälte angepasst, vertragen aber keine Feuchtigkeit.
(Karte der Mongolei)
Die Republik Mongolei grenzt im Norden an Russland, im Süden an China.
Die Wüste Gobi liegt im Süden der Mongolei.
In der freien Natur leben Rennmäuse in Erdhöhlen, graben unterirdische Gänge mit einem Durchmesser von etwa 4 cm. In den Höhlensystemen sind sie vor Witterungseinflüssen (Kälte und Hitze) geschützt. Sie ernähren sich von Samen, Nüssen, Wurzeln und Gräsern. Rennmäuse halten keinen Winterschlaf und sind nacht- und tagaktiv. Rennmäuse sind schnell und flink, das ist bei den vielen Feinden in der freien Natur wichtig.

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Aussehen
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Von Natur aus haben sie ein sandfarbenes Fell, doch schon längst haben Züchter viele verschiedene Farbvarianten gezüchtet. Das Gewicht der Rennmaus liegt bei 75-110 g. Sie haben einen mäuseähnlichen Körper der ca. 12 cm lang wird (aufrecht stehend, gesteckt) und einen Schwanz, der bei der erwachsenen Maus die gleiche Länge hat. Der Kopf ist größer und rundlicher als bei gewöhnlichen Mäusen. Sie können sich dank ihrer langen Hinterbeine und ihrer großen Füße aufrecht hinstellen.
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Foto rechts: © Natalie - Rennmaus ca 10 Wochen alt

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Rennmaus als Haustier
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Die früheste Erwähnung von Rennmäusen findet man im Jahr 1866. Ein Pater (oder Geistlicher) mit dem Namen Armand David, schickte "gelbe Ratten" aus Nordchina zum naturkundlichen Museum in Paris (Musée d'Histoire Naturelle). Man nannte sie "Meriones Unguiculatus". Dieser lateinische Name bedeutet "Kämpfer mit Klauen".
Populär wurden Gerbils in den USA nach 1950, als Rennmäuse zu wissenschaftlichen Zwecken aus der Mongolei importiert wurden.
Beinahe alle Rennmäuse, die als Haustiere gehalten werden, stammen von jenen 40 Mäusen (20 Paaren) ab. Nach Europa kamen Rennmäuse als Haustiere erst im Jahr 1964 aus den Vereinigten Staaten.

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Alter und Geschlechtsreife
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Rennmäuse werden spätestens mit etwa drei Monaten geschlechtsreif. Die Tragzeit beträgt 22 - 24 Tage. Ein Mäuseweibchen kann bei einem Wurf bis zu 9 Junge zur Welt bringen (normalerweise 4-6). Bei der Pflege der Nachkommen helfen die Mäuseväter mit.
Bei artgerechter Haltung werden Rennmäuse im Schnitt etwa 3 Jahre alt, können allerdings bis zu fünf Jahre alt werden. Sie sind tag- und nachtaktiv und werden in Terrarien oder Aquarien gehalten. Für 2 - 4 Mäuse sollte die Größe des Terrariums 80 x 40 x 40 cm betragen. Rennmäuse sind Gruppentiere also eine Einzelhaltung sollte nur in besonderen Fällen in Betracht gezogen werden!
siehe: Entscheidungshilfe Einzelmaus

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Namen
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- mongolische Rennmaus
- Wüstenrennmaus
- mongolische Wüstenrennmaus
- Gerbil
- Meriones Unguiculatus (Kämpfer mit Klauen)
'Meriones Unguiculatus' ist ihr wissenschaftlicher Name
'Gerbils' [sprich: Göbils] werden die Rennmäuse in den englischsprachigen Ländern genannt.
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