Grundwissen - Allgemeines über Rennmäuse
Rennmaus Gattung und Familie
Mongolische Rennmäuse (englisch Gerbils) sind Säugetiere, gehören zur Gattung der Nagetiere, werden eingestuft als Unterfamilie der Langschwanzmäuse. Sie haben auf dem ersten Blick wegen den für Mäuse recht kleinen Ohren, Ähnlichkeit mit einem Hamster.

Foto: Kolonie von Rhombomys opimus (Riesengerbils) in Kasachstan
» Ich hatte vorher noch nie von Rennmäusen gehört
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Das ist nicht ungewöhnlich. Hamster sind viel bekannter. Rennmäuse als Haustiere kennt man in Deutschland erst seit dem Jahr 1964. Man holte die Rennmüse aus Amerika, wo man die Tiere schon 1950 aus der Mongolei mitgebracht hatte. |
» Woher stammen Rennmäuse?
Sie leben in trockenen Landschaften (Steppe) der Mongolei. Daher auch der Name «mongolische Rennmaus» oder «Wüstenrennmaus». Dort sind die Sommer heiß und die Winter sehr trocken und kalt. Rennmäuse finden einen Weg Kälte und großer Hitze aus dem Weg zu gehen, vertragen aber keine Feuchtigkeit.

(Karte der Mongolei)
Die Republik Mongolei grenzt im Norden an Russland, im Süden an China.
Die Wüste Gobi liegt im Süden der Mongolei.
» Leben in freier Wildbahn
Rennmäuse leben in Familenverbänden in Steppen und Graslandschaften des nördlichen China, Kasachstan und der mongolischen Steppe (Wüste Gobi). Die Tiere leben in Familiengruppen. Die Eltern dulden in ihrem Sozialverband 2 - 3 Nachwuchsgenerationen. In der freien Natur finden sie Schutz in Erdhöhlen. Dazu graben sie unterirdische Gänge mit einem Durchmesser von etwa 4 cm. In den Höhlensystemen sind sie vor Witterungseinflüssen (Kälte und Hitze) geschützt. Die Gänge sind 5-6 m lang und haben Nestkammern in 45 cm Tiefe (im Sommer) oder 150 cm Tiefe (im Winter).
Sie verteidigen ihr Höhlensystem gegenüber fremden Mäusen und alle Familienmitglieder sammeln gemeinsame Futtervorräte, manchmal bis zu 20 kg. Sie ernähren sich von Samen, Nüssen, Wurzeln fressen aber auch kleine Früchte und Wüstenpflanzen. Bei Futtermangel sind sie in der Lage, ihr Revier um bis zu 50 km zu verlegen.
Rennmäuse halten keinen Winterschlaf und sind nacht- und tagaktiv. Rennmäuse sind schnell und flink, das ist bei den vielen Feinden in der freien Natur wichtig.
Rennmäuse werden mit etwa 6 - 8 Wochen geschlechtsreif (männliche Tiere etwas später). Die Tragzeit beträgt 22 - 24 Tage. Ein Mäuseweibchen kann bei einem Wurf bis zu 9 Junge zur Welt bringen (normalerweise 4-6). In freier Wildbahn werden Rennmäuse bis zu 5 Jahre alt.
Siehe außerdem:
Rennmaus als Heimtier
» Aussehen
Von Natur aus haben sie ein sandfarbenes Fell, doch schon längst haben Züchter viele verschiedene Farbvarianten gezüchtet.
Das Gewicht der Rennmaus liegt bei 75-110 g. Sie haben einen mäuseähnlichen Körper der ca. 12 cm lang wird (aufrecht stehend, gesteckt) und einen Schwanz, der bei der erwachsenen Maus die gleiche Länge hat. Der Kopf ist größer und rundlicher als bei gewöhnlichen Mäusen.
Sie können sich dank ihrer langen Hinterbeine und ihrer großen Füße aufrecht hinstellen.
Auf diesem Foto siehst Du eine sehr junge Maus. Die Proportionen stimmen noch nicht ganz. Der Körper erscheint im Verhältnis zu den Füßen recht klein.
» Rennmaus als Haustier
Bei domestizierten Rennmäusen (Heimtiere) handelt es sich um Mäuse der Unterfamilie 'Gerbillinae' - Untergruppe 'Meriones unguiculatus'. Während mongolische Wüstenrennmüse in freier Wildbahn bis zu 5 Jahre alt werden, ist die Lebenserwartung eines Heimtieres bei artgerechter Haltung und Ernährung im Schnitt etwa 3 Jahre. Sie können allerdings bis zu fünf Jahre alt werden. Mein Brutus wurde, obwohl er die beiden letzten Jahre alleine leben musste, 5 Jahre alt!
Die früheste Erwähnung von Rennmäusen findet man im Jahr 1866. Ein Pater (oder Geistlicher) mit dem Namen Armand David, schickte "gelbe Ratten" aus Nordchina zum naturkundlichen Museum in Paris (Musée d'Histoire Naturelle). Man nannte sie "Meriones Unguiculatus". Dieser lateinische Name bedeutet "Kämpfer mit Klauen".
Populär wurden Gerbils in den USA nach 1950, als Rennmäuse zu wissenschaftlichen Zwecken aus der Mongolei importiert wurden.
Beinahe alle Rennmäuse, die als Haustiere gehalten werden, stammen von jenen 40 Mäusen (20 Paaren) ab. Nach Europa kamen Rennmäuse als Haustiere erst im Jahr 1964 aus den Vereinigten Staaten.
Namen (und gebräuchliche Bezeichnungen)
- mongolische Rennmaus
- Rennmaus
- Wüstenrennmaus
- mongolische Wüstenrennmaus
- mongolische Wüstenmaus
- Gerbil
- Mongolian Gerbil
- Meriones Unguiculatus
'Meriones Unguiculatus' ist ihr wissenschaftlicher Name. 'Gerbils' [sprich: Göbils] werden die Rennmäuse in den englischsprachigen Ländern genannt.
Gerbils-Crossing - Mongolische Rennmäuse - www.clickstart.de








