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Was versteht man unter Inzucht?

Informationen zur Zucht - Rennmausbabys und Nachwuchs

Jedem Züchter geht es um die Zucht gesunder Rennmäuse und darum, genetische Defekte nicht zu vervielfältigen (Vererbung von Fehlern). Ausgeschlossen werden daher Mäuse, die auf Grund ihres Gesundheitsstatus besser nicht zur Zucht eingesetzt werden sollten.


Was ist Inzucht?

Unter Inzucht versteht man im Allgemeinen die bevorzugte Paarung zwischen relativ nahen Blutsverwandten, in der Tierzucht und Pflanzenzucht im speziellen die Kreuzung innerhalb genetisch möglichst reinrassiger Zuchtlinien.


 ⏶ Inzucht wird auch gezielt praktiziert!

Stammbaum und Zuchtbuch sind hier sicher eine gute Hilfe und sollten zum Pflichtprogramm eines Züchters gehören. Ich selbst züchte zurzeit nicht, kenne aber diese Praktik aus meiner Zeit als eingetragener Züchter für Papageien. Ganz nebenbei bemerkt: Der Kreisveterinär hatte damals bei seinen Besuchen auch ein waches Auge darauf.

Möchte man Inzucht verhindern, sollte man als Züchter zu allererst die "Rückkreuzung" vermeiden. Im schlimmsten Fall bedeutet das, dass der Vater die Töchter schwängert oder die männlichen Nachkommen die Mutter begatten. Die nächste Stufe der Inzucht wäre die Weiterzucht mit Geschwistern. Beabsichtigt oder unbeabsichtigt kommt es leider immer wieder zu solchen Paarungen. Sei es weil die Tiere nicht nach Geschlechtern getrennt werden oder zu lange mit den Eltern im Käfig verbleiben.

Quelle: wikipedia.org

Zur Produktion von besonders leistungsfähigen Hybriden ist die Aufrechterhaltung von Inzuchtlinien als Elterngeneration für die Hybriden nötig. Inzucht führt dazu, dass immer mehr Genloci bzw. Allele homozygot (reinerbig) werden, also in beiden Chromosomensätzen gleich vorhanden sind. Aufgrund der Mendelschen Gesetze erscheinen durch Inzucht insbesondere auch rezessive Gene des Genotyps im Phänotyp. Folge der Inzucht ist damit die Erhöhung der Wahrscheinlichkeit des homozygoten Auftretens von Extremen in beiden Richtungen, also sowohl möglicher krankhafter als auch besonders leistungsfähiger Genkombinationen.



 ⏶ Hintergrund

Das Problem der Inzucht hat natürlich auch einen geschichtlichen Hintergrund! Rennmäuse gehören ja nicht zu den Tieren, die im Laufe der Evolution aus dem Wildleben langsam in die Gruppe der Haustiere wechselten wie Hunde oder Pferde. Wenn meine Informationen stimmen, gibt es dazu folgenden (eigentlich zeitgeschichtlich sehr jungen) Hintergrund (siehe GC Allgemeines / Grundwissen):

Die früheste Erwähnung von Rennmäusen findet man im Jahr 1866. Ein Pater (oder Geistlicher) mit dem Namen Armand David, schickte "gelbe Ratten" aus Nordchina zum naturkundlichen Museum in Paris (Musée d'Histoire Naturelle). Man nannte sie "Meriones Unguiculatus". Dieser lateinische Name bedeutet "Kämpfer mit Klauen".

Populär wurden Gerbils in den USA nach 1950, als Rennmäuse zu wissenschaftlichen Zwecken aus der Mongolei importiert wurden. Beinahe alle Rennmäuse, die als Haustiere gehalten werden, stammen von jenen 40 Mäusen (20 Paaren) ab. Nach Europa kamen Rennmäuse als Haustiere im Jahr 1964 aus den Vereinigten Staaten.


 ⏶  ❯  Auswahl der Zuchttiere

Von einer planlosen Zucht, nur weil man gerne einmal Rennmausbabies hätte, sollte man absehen. Um gesunde, wenig aggressive Rennmäuse zu züchten muss man das Zuchtpaar sorgfältig auswählen.


 ⏶  ❯  Vergesellschaften von Rennmäusen

Das Eingewöhnen von Rennmäusen in eine bestehende Gruppe oder an eine andere Einzelmaus nennt man 'Vergesellschaften'. Der Versuch fremde Tiere aneinander zu gewöhnen hat nicht immer Erfolg!


 ⏶  ❯  Vergesellschaftung Kleinraum-Methode

Auf dieser Seite beschreibe ich die Vorgehensweise bei der Kleinraum-Methode zur Vergesellschaftung von Rennmäusen. Das Thema Vergesellschaftung habe ich der Übersichtlichkeit halber in mehrere Kapitel aufgeteilt.




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