Käfig oder Terrarium?
Eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile
Rennmäuse können in Käfigen oder Terrarien gehalten werden. Beides hat Vor- und Nachteile, die ich hier auf dieser Seite gegenüberstellen und auf zwei weiteren Seiten näher behandeln möchte. Natürlich denkt man zuerst an einen Käfig für seine Rennmäuse! Ich empfehle jedoch ein Terrarium als Lebensraum für die kleinen Nager.
Die Entscheidung zwischen Käfig oder Terrarium kann auch vom Standort des Mäuseheims abhängen. Einen Käfig wird man wegen Einstreu und Staub nicht neben die Schallplattensammlung stellen. Ein Terrarium kann nicht ohne weiteres an einen Platz mit starker Sonneneinstrahlung stehen. Ohne ausreichende Luftzirkulation würden die Temperaturen rasch viel zu hoch sein.
» Käfig - Vor und Nachteile
» Terrarium - Vor und Nachteile
» Gestaltung - Innenausbau
Die Gestaltung und Einrichtung wird bei beiden Möglichkeiten mit ein wenig Bastelgeschick nicht schwer sein. Eine zweite Ebene sollte auf jeden Fall eingeplant werden. Dadurch wird die Grundfläche und damit der Lebensraum schließlich verdoppelt. Eine Einrichtung aus Holz wird bei gleichzeitigem Angebot von anderem Nagematerial zwar angenagt werden aber eine Weile halten.
» Größe
Für zwei bis drei Mäuse wird ein Terrarium mit der Grundfläche von etwa 80 x 40 cm als ausreichend bezeichnet. Ich vertrete die Meinung das diese Abmessungen ein Mindestmaß sind. Bei mehreren Rennmäusen sollte das Terrarium entsprechend größer sein oder es sollte eine
zweite Ebene eingebaut werden. Ein entsprechend hohes Terrarium ist vorteilhafter weil es ausreichend Platz für hohe Einstreu und eine zweite Ebene bietet. Mein Terrarium für 4 Renner hat die Abmessungen 100 x 50 x 60 cm. Natürlich reicht das nicht um den Tieren ausreichend Bewegung zu verschaffen.
Grundsätzlich gilt: Egal wie groß der Käfig ist, er ist zu klein. Rennmäuse benötigen auf jeden Fall Auslauf, genügend Lauffläche oder als Alternative ein
Laufrad. Zum Auslauf gibt es phantasievolle Alternativen. Zum Beispiel schließe ich ab und an eine 2 m lange, am Ende verschlossene Pappröhre aus dem Teppichhandel an das Terrarium an (wird sie nicht benötigt kann sie unter dem Bett verstaut werden).
» Wenn der Platz nicht ausreicht
So optimal das auch wäre, ein riesiges Terrarium mit den Abmessungen von 100 × 60 cm Grundfläche wird nicht in jedes Zimmer passen und läst sich nicht überall unterbringen. Da muss man nach Alternativen suchen.
Wenn die Grundfläche des Terrariums zu klein ist, bietet sich neben der Alternative eine
zweite Ebene einzubauen noch die Möglichkeit, einen Aufsatz aus Holz (mit einer Zwischenebene) für das Glas-Terrarium zu basteln. So kann man den Lebensraum oft ganz einfach verdoppeln.
siehe auch:
Terrarien Grundtypen
Neben der Option einen Aufsatz zu basteln, den man oben auf das Terrarium setzt, könnte man auch zwei kleine
Aquarien verbinden.
Nachteile: Hält man eine größere Anzahl von mongolischen Rennmäusen (was ich ja nicht empfehle) als Sippe in einem Verbundsystem, besteht die Gefahr der Aufspaltung der Gruppe. Im ungünstigen Fall bilden sich zwei Familiengruppen, die ihr Revier abstecken wollen und entsprechend verteidigen. Gleiche Beobachtungen hat man bei riesigen Terrarien gemacht.
» Kosten
Die Kosten werden für beide Varianten in etwa gleich sein, wenn man ein neues Terrarium bzw. einen neuen Käfig kauft. Als Terrarium eignet sich aber auch ein altes Aquarium. Da es ja nicht unbedingt wasserdicht sein muss, kann man es häufig zum ermäßigten Preis bekommen, wenn es z.B. einen Riss hat und für die Haltung von Fischen nicht mehr geeignet ist.
Einfach mal in den Kleinanzeigenteil der Zeitung schauen oder beim Flohmarktbesuch die Augen offen halten. Ein altes Aquarium bekommt man schon für ein paar Euro.
» Selbstbau
Nicht nur aus finanziellen Gründen sollte man überlegen, ob ein Selbstbau nicht eine bessere Alternative wäre. Die Größe kann dem Standort angepasst werden und es macht außerdem viel Spaß mit ein wenig Geschick ein eigenes Terrarium zu bauen.
Siehe dazu auch:
Holz, Plexiglas und Volierendraht sind die Grundwerkstoffe. Man benötigt natürlich entsprechendes Werkzeug, zumindest Hammer, Säge Bohrmaschine und Schraubendreher. Schaue dich im Zoohandel um, dort wirst du mittlerweile auch Holzterrarien für Nager und die ein oder andere Anregung finden. Und keine Angst, an den hölzernen Seitenwänden finden die Nagezähne keine Angriffspunkte
Wenn du mit Google und dem Begriff 'Käfig' suchst, dann zu diesem Begriff 'Bilder' anzeigen lässt, findest du viele Fotos von Selbstbauten. Möglicherweise kannst du dir ein paar Kniffe und gute Einzellösungen abschauen.

Weitere Vorschläge:
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