Kleinraum-Methode Vergesellschaftung Eingewöhnen
Vergesellschaften und Eingewöhnen von Rennmäusen in einen bestehenden Clan
Das Eingewöhnen von Rennmäusen in eine bestehende Gruppe oder an eine andere Einzelmaus nennt man 'Vergesellschaften'. Ein Vergesellschaftungsversuch hat nicht immer Erfolg! Wenn alles scheitert bleibt nichts anderes übrig, als die Tiere in getrennten Terrarien zu halten oder den Versuch mit einer anderen Maus zu wiederholen. Lese meine Tipps zur Eingliederung.
| Beschreibung | Alarmzeichen | Box bauen | Duftdrüse |
Ziel ist es, den Eigengeruch der Tiere gegenseitig "bekannt zu machen". Der Geruch soll nicht mehr als "fremd" eingestuft werden. Die Rennmäuse sollen sich an den Eigengeruch der anderen Maus gewöhnen.
Auf dieser Seite beschreibe ich die Vorgehensweise bei der Kleinraum-Methode zur Vergesellschaftung von Rennmäusen. Das Thema Vergesellschaftung habe ich der Übersichtlichkeit halber in vier Kapitel aufgeteilt:
allgemeine Erklärungen zum Thema Eingewöhnen
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die Kleinraum-Methode (diese Seite)
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die Trenngitter-Methode
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die Vergesellschaftung von zwei Gruppen
Du hast meine allgemeinen Erklärungen zum Thema Eingewöhnen und Vergesellschaften bereits gelesen. Du weißt warum eine Vergesellschaftung notwendig ist, welche Gründe zu dieser Situationen führten, hast Dir Gedanken darüber gemacht ob eine Vergesellschaftung sinnvoll ist und alle notwendigen Vorbereitugen getroffen.
Diese Infos kannst Du auf der Seite
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allgemeine Erklärungen zum Thema Eingewöhnen
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(Vergesellschaften von Rennmäusen) noch einmal nachlesen.
1 Kleinraum- oder Transport-Box-Methode
Die Kleinraum-Methode wird häufig auch als Transport-Box-Methode bezeichnet (sicher schon gehört), weil man die Transportbox oft dazu verwendet.Mehrmals täglich werden die separat gehaltenen Tiere für nur kurze Zeit auf engem Raum mit der anderen Maus zusammengebracht. Dabei sind sie maximal für eine Minute in einem kleinen Käfig, der Transportbox oder in einem entsprechend kleinen Karton! Danach kehren sie wieder in ihr altes Revier zurück.

Man kann diese Methode auch mit der Trenngitter-Methode kombinieren.
Die Kleinraum-Methode ist gut geeignet um noch sehr junge Rennmäuse aneinander zu gewöhnen.
Ist die neue Maus also noch recht jung, würde ich es zuerst mit der Kleinraum-Methode versuchen. Dabei treffen sich die Mäuse auf neutralem Terrain auf kleinstem Raum. Bei ganz jungen Mäusen von etwa 6 - 8 Wochen gestaltet sich die Vergesellschaftung so manchmal ganz problemlos.
Dieses Verfahren wird als Transportbox Methode bezeichnet (im Forum oft TB-Methode), weil man die Tiere auf engem Raum zusammenführt und die Transportbox dazu gut geeignet ist.
Ein kleiner Karton mit geringer Grundfläche und ausreichender Seitenhöhe tut's aber auch.
Wenn sich die Mäuse beim ersten Versuch in der kleinen Box augenscheinlich gut vertragen (mindestens 30 Minuten beobachten), rate ich dazu die Tiere erst einmal in der Box zu belassen. Später würde ich sie im gereinigten Terrarium mit neuer Einstreu (Versteckmöglichkeiten herausnehmen) zusammensetzen. Natürlich nur unter Beobachtung. Die Einrichtung dann erst nach und nach wieder zurück in das Terrarium geben.
Beobachtest Du, dass die Tiere offenbar sehr feindselig reagieren und sich nach kürzester Zeit eine Auseinandersetzung anbahnt, solltest Du die Mäuse sofort trennen. Dann muss man das kurzzeitige Zusammensetzen immer wieder durchführen. Bei aggressiven, stark verfeindeten Tieren hatte ich mit folgender Vorgehensweise den größten Erfolg:
- In der Transportbox oder im Karton (Schuhkartongröße) 10 - 20 mal / Tag (je nach Möglichkeit) kurz zusammensetzen.
- Zu Anfang maximal 1 Minute, dann wieder trennen. Es darf nicht zu Angriffen kommen! Wirklich nur kurz zusammenbringen und gleich wieder trennen.
- Nach 2 Tagen Zeiten (wenn möglich) die Zeit verlängern bis Alarmanzeichen. Es darf nicht zu Angriffen kommen!
- Viel Geduld! Besser über einen Zeitraum von 10 Tagen als übereilt handeln. Käme es zu Raufereien, beginnt alles von vorne und die Arbeit war umsonst.
- Handschuhe anziehen und deine Finger schonen
- Trenn-Pappe bereithalten
- Bei Alarmzeichen sofort trennen (Pappe zwischen schieben)
- Einen zusätzlichen Behälter in unmittelbarer Nähe bereithalten
Wenn Du nach dem Verfahren 1b vorgehen musst, kann man die Kleinraum-Methode auch mit der Trenngitter-Methode kombinieren. Das bedeutet: Die Tiere leben während der 10 Tage durch ein Gitter getrennt.
» Alarmzeichen - zuerst ist noch alles in Ordnung!
a) Wenn zwei Mäuse nebeneinander verharrend abwartend dasitzen (Kopf neben dem Hinterleib der Anderen), kann man in Kürze Beißereien erwarten. Meist bleiben dann nur wenige Sekunden noch rechtzeitig einzugreifen.
b) Wenn sich bei einer am Boden sitzenden Rennmaus der Schwanz anspannt und leicht aufrichtet ist das ein Alarmzeichen.
Ich versuche dann eine Pappe zwischen die Kontrahenten zu schieben und dann sofort eine Maus herauszunehmen.Wenn sie lediglich balgen, am Hinterteil schnüffeln oder aufgerichtet "boxen" ist das noch kein Alarmzeichen sondern ein erster Versuch die Rangordnung zu klären (Foto links).
» Vergesellschaftungs-Box
Ich habe eine Vergesellschaftungs-Box gebaut, die sich für beide Methoden eignet. Mit Hilfe eines verschiebbaren Trenngitters in einem kleinen Aquarium kann ich die Grundfläche in der Größe anpassen. So eignet sich die Box auch für die Kleinraum-Methode. Mit je einer Maus in jeder Hälfte nutze ich die Box für die Trennguitter-Methode.
Gerbils-Crossing - Mongolische Rennmäuse - www.clickstart.de













