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Lebensmittelmotte

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Schädlinge im Rennmausfutter



Alarmzeichen

Plötzlich findet man im Futtervorrat kleine “Gespinste” oder zusammengeklumpte Körner, manchmal auch kleine Larven die sich sehr schnell fortbewegen.

Wahrscheinlich handelt es sich um Lebensmittelmotten


Befallenes Futter gehört in den Müll,
es kann beim Verzehr Durchfall erregen.

Die Larven der Motten verschmutzen Futtervorräte durch Spinnfäden, Kot und tote Tiere. Außerdem werden oft Mikroorganismen übertragen die Krankheiten auslösen. Deshalb: Befallenes Futter unbedingt wegwerfen.



 Info Lebensmittel-Motten

Am häufigsten kommen bei uns vor:
  • Dörrobstmotte (Plodia Interpunctella)
  • Kakao- oder Speichermotte (Ephestia Elutella)
  • Mehlmotte (Ephestia Kuehnellia)
All diese Motten gehören zu den Vorratsschädlingen (eigentlich sind es Kleinschmetterlinge).

Lebesmittelmotten werden über Supermärkte und Zoohandlungen in Privathaushalte eingeschleppt. Häufig sind die offenen Selbstbedienungstheken in Zoohandlungen, bei denen man die Zusammestellung von Körnerfutter selbst bestimmt, der 'Verteilerort'. Besonders dann, wenn Körner und Nüsse immer nur nachgefüllt werden. So können oft alte Vorräte mit abgelegten Motteneiern in euren kleinen Futtervorrat gelangen. In Nüssen, Nahrungsmitteln und Getreide legt die Motte häufig ihre Eier ab. Nach entspr. Entwicklungszeit und günstigen Temperaturen schlüpfen nun die kleinen Raupen, die sich später verpuppen. Sicheres Kennzeichen sind sog. "Gespinste" oder zerklumpte Produkte.




Vorbeugung

Sieht man im Zoogeschäft auch nur eine einzige kleine Motte herumschwirren, Finger weg von der Vorratstheke. Bedenkt bitte, das eure Eltern nicht begeistert sein werden, wenn die Motten aus dem Tierfutter auch die Lebensmittel im Küchenschrank und Vorratsregal befallen. Die Larven können größere Strecken sehr schnell zurücklegen und scheinen ihr Ziel (Nudeln, Haferflocken, Schokolade, ...) genau zu kennen.

  • Möglichst kein Futter überlagern, nur wenig einkaufen.
  • Futtervorrat regelmäßig überprüfen.
  • Futter in dichtschließenden Behältern aufbewahren.
  • Rennmausfutter kühl und trocken lagern.
  • Vergewissere dich beim Einkauf, dass die Verpackungen unbeschädigt sind.

Eier, Larven oder Puppen von Motten überleben nicht, wenn man eventuell befallenes Futter einige Tage einfriert.




Hintergrundwissen

Mehlmotten und so genannte Dörrobstmotten befallen vor allem Nüsse, Schokolade, Dörrobst, Kakao, Getreide und Getreideprodukte. Vorratsmotten lieben stärkehaltige Nahrung, und sind oft schon beim Kauf in der Packung. Deshalb sollte man gekaufte Produkte gleich kontrollieren und in luftdichte Glas- oder Kunststoffbehälter umfüllen, denn Papier- und Plastikhüllen halten die Mottenlarven nicht auf.




Bekämpfung


Im Handel erhältliche Sprays benutzen wir nicht für Rennmausfutter. Sie sind zumindest im verpuppten Stadium der Motten sowiso oft unwirksam.

Pheromon Mottenfallen (Klebefallen) fangen nur die “Männchen”. Weibliche Duftstoffe locken die Männchen an. Hätte man die Gewähr alle einzufangen, würden die Weibchen nicht mehr befruchtet und so wäre man man die Mottenplage ohne Gift los. Das funktioniert in der Paxis aber nicht! Die fallen dienen lediglich dem Nachweis für das Vorhandensein dieser Schädlinge.

Gründliche Reinigung der Schränke und konsequentes Vernichten von befallenem Futter ist keine Lösung aber der erste Schritt.

Duftöle wie Nelke, Lavendel, Zeder oder Patschuli im Schrank vertreiben die ausgewachsenen Motten auf der Suche nach einem Ei-Ablageplatz (sagt man, hat aber bei mir nichts genützt).

Haben sich die Plagegeister einmal eingenistet, sind sie nur schwer wieder auszurotten - Puppen und Eier können in Schrankritzen und Ecken stecken. Daher sollten Schränke mit dem Staubsauger gründlich abgesaugt werden. Bei robusten, unlackierten Möbeln kann ein Föhn einige Minuten auf unzugängliche Stellen gehalten werden. Die heiße Luft tötet die Puppen. Auch nicht sichtbar befallene Vorräte sollten vorsorglich im Backofen auf 80 Grad erhitzt oder für eine Woche eingefroren werden. Das tötet eventuell vorhandene Eier und Larven.

Am Besten ist es aber, alles zu entsorgen!

Verpuppte Motten kann man also mit heißer Luft bekämpfen, die auch in die kleinen Ritzen eindringt! Ansonsten hilft im verpupten Stadium nur die biologische Mottenbekämpfung mit Schlupfwespen. Diese winzigen Wespen legen ihre Eier in die Larven der Motten und töten sie dadurch ab. Schlupfwespen (nicht mit echten Wespen zu vergleichen) kann man im Versandhandel erhalten. z.B. Schlupfwespen von Sautter & Stepper, Tel.: 07032-957830

Häufig reichen aber diese Maßnahmen nicht aus und es treten immer wieder Motten bzw. Larven und Gespinste auf.

Hat man die herumkriechenden Larven entdeckt, muss man nach ca. 4 - 6 Wochen (temperaturbedingt) mit dem Schlupf der neuen Motten rechnen, die dann wiederum bis zu 200 Eier ablegen können.

Ich könnte hier von einem dreimonatigen Kampf gegen die Plagegeister berichten, deren Eier ich mit Kürbiskernen eingekauft hatte. Als ich die Larven entdeckte, handelte es sich ja bereits um die 2. Generation der Biester.

Nach ersten erfolglosen Vesuchen habe ich nur ein einziges wirksames Mittel gefunden, dass ich im Bauernmarkt bekommen habe. Den Namen, Marke und Foto der Verpackung werde ich hier bis Mitte Juli 2008 einstellen. Es handlt sich dabei um einen Streifen in einer Gitterbox, der das Bekämfungsmittel langsam freisetzt. Im Vorratsraum für ca 8 Wochen aufgehängt, sollte das austretende Mittel geschlüpfte Motten innerhalb kurzer Zeit, noch vor der Eiablage abtöten. Die Streifen sollte man nicht in Räumen anbringen, in denen Kleintiere gehalten werden!






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