Rennmaus beim Nestbau
Informationen zum Verhalten - Eigenarten von Rennmäusen
In der freien Natur finden Rennmäuse Schutz in Erdhöhlen. Sie graben unterirdische Gänge und Nestkammern in 45 cm Tiefe (im Sommer) oder 150 cm Tiefe (im Winter), um sich vor Witterungseinflüssen zu schützen.

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| Schlafverhalten | Nestmaterial | Schlafhaus | Beobachtung | Einrichtung |
» Das Schlafnest
Diese Angewohnheit haben die Tiere auch in der Käfighaltung beibehalten. Es kommt zwar vor, dass sie einfach nur so im Terrarium schlafen. Oft liegen sie dabei übereinander und man fragt sich, ob das wirklich bequem ist. Eigentlich lieben sie es aber, sich ein gut gepolstertes Schlafnet zu bauen. Das Schlafnest wird mit Papierschnipseln und zernagtem Karton ausstaffiert.
Dazu schleppen sie Unmengen von Papierstreifen, und Pappe in eine Ecke, eine Pappröhre oder in ein Schlafhäuschen und beginnen in mühseliger Arbeit aber wirklich schnell, dieses Material für ihr Schlafnest zu zernagen. Das kann deine Rennmäuse den ganzen Tag über beschäftigen. Ich lege Streifen von der Küchenrolle "Wisch und Sauber" ins Terrarium, das mögen sie besonders gerne.
Ein Schlafnest an der Oberfläche ist bei wenig scheuen Rennmäusen und angemessener Temperatur keine Seltenheit. Selbst wenn ein Schlafhäuschen angeboten wird, ziehen sie es oft vor, sich an der offen liegenden Oberfläche einzurichten.
» Interessante Beobachtungen im Mäusekino
Es ist sehr interessant anzusehen, wie meine Mäuse mit Mäulchen und Pfoten die Streifen wie eine Ziehharmonika zusammenfalten und dann abtransportieren. Oft nehmen sie einen Umweg zum Nest, offenbar um nicht gleich zu verraten wo ihr Schlafnest liegt. Dann wieder treten sie etwas tollpatschig auf einen herunterhängenden Zipfel und ihr schneller Weg ins Nest wird abrupt abgebremst. Sie lassen sich aber nicht beirren, setzen ihre Arbeit fort und ruhen nicht eher, bis alle Streifen eingesammelt sind. Später sind sie dann erst mal längere Zeit damit beschäftigt, alles zu zernagen und im Nest richtig zu platzieren.
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