Trenngitter-Methode Vergesellschaftung Eingewöhnen
Vergesellschaften und Eingewöhnen von Rennmäusen in einen bestehenden Clan
Das Eingewöhnen von Rennmäusen in eine bestehende Gruppe oder an eine andere Einzelmaus nennt man 'Vergesellschaften'. Ein Vergesellschaftungsversuch hat nicht immer Erfolg! Wenn alles scheitert bleibt nichts anderes übrig, als die Tiere in getrennten Terrarien zu halten oder den Versuch mit einer anderen Maus zu wiederholen.
| erster Schritt | zweiter Schritt | dritter Schritt | Alarmzeichen |
Auf dieser Seite beschreibe ich die Vorgehensweise bei der Trenngitter-Methode zur Vergesellschaftung von Rennmäusen. Das Thema Vergesellschaftung habe ich der Übersichtlichkeit halber in vier Kapitel aufgeteilt:
allgemeine Erklärungen zum Thema Eingewöhnen
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die Kleinraum-Methode
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die Trenngitter-Methode (diese Seite)
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die Vergesellschaftung von zwei Gruppen
Du hast meine allgemeinen Erklärungen zum Thema Eingewöhnen und Vergesellschaften bereits gelesen. Du weißt warum eine Vergesellschaftung notwendig ist, welche Gründe zu dieser Situationen führten, hast Dir Gedanken darüber gemacht ob eine Vergesellschaftung sinnvoll ist und alle notwendigen Vorbereitugen getroffen.
Diese Infos kannst Du auf der Seite
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allgemeine Erklärungen zum Thema Eingewöhnen
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(Vergesellschaften von Rennmäusen) noch einmal nachlesen.
2 Trenngitter-Methode
Diese Form der Vergesellschaftung gehr über längere Zeit und wird bei besonders schwierigen Versuchen der Vergesellschaftung empfohlen.
Das Terrarium wird durch ein Trenngitter aufgeteilt. Mehrmals täglich werden die Tiere (separat) in das Revier der anderen Maus gesetzt (Seitenwechsel). Dabei sind sie jederzeit voneinander getrennt!
mehr Info:
In den Hälften werden die zu vergesellschaftenden Mäuse abwechselnd untergebracht. Über mehrere Tage (falls notwendig länger) mehrmals täglich die Seiten wechseln. Sie dürfen sich dabei nicht begegnen oder direkten Kontakt haben. Durch den Wechsel kommt jede Maus immer wieder in das durch Geruchsmarken gekennzeichnete Revier der anderen Maus.

Ein kleines Terrarium / Aquarium eignet sich am Besten dazu (ein großes Terra eventuell verkleinern). In der Mitte ein Trenngitter (Holzrahmen doppelt mit Volierendraht bespannt) einbauen. In jeder Hälfte lediglich etwas Einstreu, Futter, Wasser, Sandbad, Papierstreifen und je eine Maus.
mehr Info:
Trenngitter
Das vorhandene Terrarium ist also durch ein Gitter oder mit Draht in 2 Bereiche aufgeteilt. Die Tiere können so bereits Kontakt aufnehmen und sich beschnuppern. Hintergrund ist, die Mäuse sollen sich an die Duftmarken der anderen Mäuse gewöhnen und als später als "normal" wahrnehmen. Du wirst beobachten, dass sie nach einem Wechsel zunächst ganz aufgeregt herummrennen und nervös schnuppern.
Erst wenn sich die Tiere für mehr als einen Tag am Gitter nicht mehr aggressiv verhalten und sich nicht mehr durch die andere Maus gestört fühlen, geht's weiter. Sind keine Agressionen mehr zu beobachten, kann man mit dem zweiten Schritt der Vergesellschaftung beginnen. Voraussetzung:
- keine Nervosität nach dem Seitenwechsel
- schlafen im Nest der anderen Maus
- kein agressives Verhalten am Trenngitter
Nichts überhasten und viel Geduld haben! Jeder fehlgeschlagene Versuch macht es schwieriger. Speziell bei älteren Rennmäusen sollte man sich Zeit nehmen, sonst wäre ein Misslingen beinahe vorprogrammiert. Diese erste Phase wird also mehrere Tage und bis zu 3 Woschen dauern.
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Dieser zweite Schritt der Vergesellschaftung läuft ab wie die 'Kleinraum-Methode'. Nun versucht man die Rennmäuse auf kleinstem Raum, z.B. in einem Schuhkarton zusammen zu bringen. Die Aufregung wegen dem neuen Umfeld wird groß sein und man hofft, dass sie sich mit der unbekannten Umgebung und nicht nur mit der wenig vertrauten Maus beschäftigen. Wenn das ohne Angriffsverhalten abläuft, sollte man die Mäuse wieder trennen. |
Dieser Vorgang sollte jeweils nur ganz kurze Zeit dauern und häufiger wiederholt werden! Beobachte die Tiere genau und trenne sie bei Alarmzeichen sofort. Es darf nicht zu einer Beißerei kommen, die dazu führt, dass man den gesmten Vorgang der Vergesellschaftung von vorne starten muss.
Möchtest Du den dritten Schritt wagen, solltest Du ausreichend Zeit haben. Ich kann nur dazu raten den letzten Schritt der Vergesellschaftung auf neutralem Boden einzuleiten. Das Terrarium sollte keine eigenen oder fremden Duftmarken aufweisen.
Die letzten Erfahrungen zeigen, dass es von Vorteil ist die Einrichtung auf ein Minimum zu reduzieren und unter Umständen die Grundfläche des Terrariums zu verkleinern. (Eine Seite des bisher abgeteilten Terras?)
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Das bedeutet: Die alte Einstreu und Schlafhäuschen werden entfernt und das Terrarium auswaschen. Dazu das Terrarium mit Wasser (plus einem Tropfen Spülmittel auf je 5 Liter) reinigen. Man entfernt alle Versteckmöglichkeiten und Einrichtungsgegenstände. Erst mal lediglich neue Einstreu in das Terra geben. Mit dem Austausch der Einstreu und genauso mit der Entnahme der Einrichtungsgegenstände unmittelbar vor der endgültigen Zusammenführung möchte man sämtliche Gerüche, die der Markierung des Reviers dienten entfernen. |
Dann die Mäuse zusammenbringen und weiter beobachten. Beim ersten Anzeichen von drohenden Raufereien (siehe unten) sofort trennen. Warten, bevor man einen neuen Versuch startet.
- Handschuhe anziehen und deine Finger schonen
- Trenn-Pappe bereithalten
- Bei Alarmzeichen sofort trennen (Pappe zwischen schieben)
- Einen zusätzlichen Behälter in unmittelbarer Nähe bereithalten
Erst später, frühestens in der nächsten Wachphase nach und nach den Bewegungsraum erweitern. Wenn sie sich friedlich verhalten, Tag für Tag mehr der ursprünglichen (mit Essigwasser) gereinigten Einrichtungsgegenstände hineinstellen.
» Fotos
Fotos: Hier habe ich mein Terrarium mit Draht in zwei Hälften unterteilt. Zur Stabilisierung habe ich den Draht seitlich an eine Holzleiste getackert.
![]() Terrarium linke Hälfte |
![]() Terrarium rechte Hälfte |
» Alarmzeichen - Zuerst ist noch alles in Ordnung!
Wenn zwei Mäuse nebeneinander verharrend abwartend dasitzen (Kopf neben dem Hinterleib der Anderen), kann man in Kürze Beißereien erwarten. Meist bleiben dann nur wenige Sekunden noch rechtzeitig einzugreifen. Ich versuche dann eine Pappe zwische die Kontrahenten zu schieben.
Wenn sie lediglich balgen, am Hinterteil schnüffeln oder aufgerichtet "boxen" ist das noch kein Alarmzeichen sondern ein erster Versuch die Rangordnung zu klären.
Wenn sich bei einer am Boden sitzenden Rennmaus der Schwanz anspannt und leicht aufrichtet ist das ein Alarmzeichen.
» Vergesellschaftungs-Box
Ich habe eine Vergesellschaftungs-Box gebaut, die sich für beide Methoden eignet. Mit Hilfe eines verschiebbaren Trenngitters in einem kleinen Aquarium kann ich die Grundfläche in der Größe anpassen. So eignet sich die Box auch für die Kleinraum-Methode
Gerbils-Crossing - Mongolische Rennmäuse - www.clickstart.de














