Mongolische Wüstenrennmäuse

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Erfahrungsbericht

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Bericht einer Vergesellschaftung



Beispiel an einer realen Situation

Ich wolle 2 weitere Mäuse für mein Terrarium

Columbus und Gaudi sollten neue Mitbewohner bekommen. Zwei junge Mäuseriche zu alten Männchen zu setzen, ist nicht so ohne weiteres möglich. Im verantwortungsvollen, weitsichtigen Tierhandel, wollte man mir erst keine jungen Männchen verkaufen als ich erklärte was ich vorhatte.

Die Grundbedingungen waren natürlich erfüllt: Ein angemessen großes Terrarium + mehrere Schlafgelegenheiten.


die Vorbereitung


Da ich die neuen Mäuse nicht gleich in das gleiche Terrarium setzen konnte, ich aber kein zweites, genügend großes zur Verfügung hatte, hatte ich mein Terrarium schon vor dem Kauf unterteilt. Eine Abtrennung aus Draht mit einem Holzrahmen war schon eingebaut.

Terrarium linke Hälfte  Terrarium rechte Hälfte




Wie ich es geschafft habe


1. Tag

Die neuen Mäuse habe ich erst einmal einen Tag alleine in einem separaten kleinen Käfig untergebracht. Sie sollten zur Ruhe kommen und nicht gleich am Trenngitter mit den alten Mäusen in Kontakt kommen.

2. Tag

Heute habe ich mein eigentliches Terrarium, auch die Schlafnester, ausgeräumt und ausgewaschen. Dann neue Einstreu hinein gegeben. Daher gab es keine Duftmarken der alten Bewohner (Columbus und Gaudi) mehr. Das bedeutet: Die alten Mäuse erkennen das Terrarium nicht mehr als ihr Revier. Das Terrarium habe ich dann mit engmaschigem Draht unterteilt. Die zwei alten Mäuse habe ich in der linken, die jungen in der rechten Hälfte untergebracht und begonnen, die Mäuse mehrmals täglich von der einen zur andren Seite zu wechseln.

3. Tag

Beim Wechseln stellte ich fest, dass die Mäuse neugierig den neuen Geruch in der jeweiligen Käfighälfte untersuchen. Die Aufregung legte sich aber immer nach einiger Zeit.

4. Tag

Heute habe ich das Ritual des 3. Tages wiederholt. Später habe ich den Geruch der alten Mäuse an den Duftdrüsen unter dem Bauch auf die neuen Mäuse übertragen, die Eingänge zu den Häuschen verschlossen (damit ich alle beobachten kann) und die untergeordnete Maus der beiden Älteren probeweise zu den Neuen gesetzt und beobachtet. Auch das habe ich mehrmals für kurze Zeit wiederholt.

Die Duftdrüse bei der Rennmaus befindet sich am Unterbauch. Oft ist der Bereich um die Duftdrüse ganz gut an der Verfärbung des Fells durch das talggähnliche Sekret zu erkennen.

Ich habe das ganz unkompliziert gemacht indem ich die 'duftspendende' Maus mit dem Unterbauch leicht über den Rücken der zweiten Maus streifte (mehrmals). Dazu hatte ich je eine Maus in einer Hand.

Übrigens vermittelt man mit dieser Przedur einer evtl. Partnermaus des 'empfangenden' Tieres auch eine 'Geruchsprobe' der später zu vergesellschaftenden Maus.

Eine Beobachtung der 'Empfängermaus' nach dem Zurücksetzen zur evtl. Partnermaus ist ratsam. Schließlich kommt für die Partnermaus etwas fremd Riechendes in die gewohnte Umgebung.

5. Tag

Noch einmal das gleiche wie am 4. Tag. Immer wieder den Duft der Mäuse übertragen, diesmal auch den der jungen Mäuse auf die beiden älteren Columbus und Gaudi. Später (immer noch tagsüber) auch alle (nacheinander) kurz zusammengesetzt und wieder getrennt.

5. Nacht

Vorbereitung: Das Terrarium habe ich völlig ausgeräumt. Sämtliche Versteckmöglichkeiten entfernt (damit ich alles im Auge behalten konnte) und neue Einstereu eingefüllt.

Dann habe ich mir die Zeit genommen und die Mäuse auch nachts (wenn sie besonders aktiv sind) zusammengesetzt und beobachtet. Später habe ich ein Häuschen, das ich von außen einsehen konnte, hineingestellt).

Gewonnen hatte ich, als alle zusammen in einem Nest schliefen!







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