Sinnesorgane - Wahrnehmung
Die Rennmaus kann sich auf mehrere gut ausgebildete Wahrnehmungssinne verlassen. Im täglichen tagesablauf zur Futtersuche, Umgehung von Hindernissen, Partnersuche und Erkennung von Familienmitgliedern ist vor allem ihr Geruchssinn wichtig.
- Tastsinn
- Geruchssinn
- Geschmackssinn
- Gleichgewichtssinn
- Hörvermögen
- Sehvermögen
Hier kann man die gut
ausgebildeten Tasthaare
deutlich erkennen.

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Tastsinn
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In den Röhren und Tunneln ihres in der Freiheit unterirdischen Gangsystems hilft der Wahrnehmungssinn ihrer Tasthaare dabei, nirgendwo anzuecken. Die Tasthaare reagieren ganz empfindlich auf Berührung und können auch einen Luftzug registrieren.

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Sehvermögen
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Rennmäuse können bei Tag und auch im Dämmerungslicht gut sehen. Sie reagieren allerdings eher auf Bewegungen bzw. Lichtwechsel / Schatten als auf das wirklich erkannte wahrgenomme Objekt.
Soweit mir bekannt ist, sehen Rennmäuse nicht räumlich (3D) und haben kein oder ein schlechtes farbliches Sehvermögen. Das bedeutet, dass sie wohl in Grautönen sehen, die Distanz / Entfernung aber nicht sicher feststellen können.
Eine schnelle Bewegung oder plötzlich einfallender Schatten wird allerdings gut wahrgenommen und löst in der Regel eine Fluchtreaktion aus.
Unfallgefahr!
Durch das wenig ausgeprägte 3D-Sehen kann eine Rennmaus Entfernungen, also auch Höhenunterschiede schlecht einschätzen. Der nur scheinbar wagemutige Sprung von der Tischkante wird mit einer Überaschung für die Maus (und hoffentlich nicht mit einem gebrochenen Beinchen) enden.
Rennmäuse haben (anders als Hausmäuse) nicht wirklich ein Gefühl für die Höhe. Ob das nun an ihrer Sehfähigkeit (Entfernungswahrnehmung, 3D-Sehvermögen) liegt oder einfach daran, dass der Instinkt für diese Gefahr fehlt. Meine Renner sind schon mal aus 1 m Höhe heruntergesprungen. Das ist gefährlich, ging aber bisher noch gut aus..
Innerhalb des Terrariums Höhenunterschiede von 20 cm zu überwinden, sollte aber gefahrlos möglich sein, wenn nicht spitze Einrichtungsgegenstände im Weg sind. Oft benutzen sie auch die angebotene Treppe oder Rampe nicht und springen lieber.

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Hörvermögen
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Das Hörvermögen der Rennmäuse ist sehr gut entwickelt. Sicher hast du schon die leisen "Fieptöne" gehört die sie benutzen, sich untereinander zu verständigen. Diese Signale haben eine sehr hohe Frequenz und liegen am Rand des menschlichen Wahrnehmungs- bzw. Hörvermögens. Wir können diese Töne nur sehr schwach hören.
Beachte in diesem Zusammenhang auch den Beitrag über Klingeltöne der Mobiltelefone, bei denen die Rennmäuse ganz erschrekt in ihr Versteck huschen.
Ich möchte auf eine weitere Wahrnehmung von Schall aufmerksam machen. Ihr kennt alle das Trommeln der Rennmäuse bei Gefahr. Wir Menschen nennen diese Signalübertragung 'Trittschall', die Vibrationen die über den Untergrund übertragen werden. Auf diesem Prinzip funktioniert die Alarmierung beim Trommeln mit den Hinterbeinen. Der Schall wird über den Boden übertragen und als Vibration von anderen Mäusen wahrgenommen.

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Geruchssinn
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Der wichtigste Wahrnehmungssinn der Rennmaus ist ihr gut entwickelter
Geruchssinn. Er dient vor allem bei der Nahrungssuche, der Orientierung und Wiedererkennung von Mitgliedern der eigenen "Sippe", ihrer familinengruppe. Jede Rennmaus hat ihren eigenen Geruch, der für andere Mitglieder unverwechselbar ist. Du kannst beobachten, dass sie diesen Duft als Markierung ihres Reviers überall aufbringen. Besonders wenn neue Einrichtungsgegenstände in den Käfig gebracht werden, gehen sie "in die Knie" während sie mit dem Unterbauch über die Oberfläche streifen. Diser Duft wird von der Duftdrüse an der Bauchmitte abgesondert.

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Gleichgewichtssinn
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Der Gleichgewichtssinn der Rennmaus sitzt wie beim Menschen im Innenohr. Unterstützt von ihrem langen Schwanz kann sie so immer die Balance behalten.

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Geschmackssinn
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Über den Geschmackssinn weiß ich noch nicht allzuviel. Bevor ich hier Halbwahrheiten verbreite, möchte ich mich erst einmal kundig machen.
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