Rennmaus Gerbils-Crossing
Rennmaus Grundwissen

Allgemeines über Rennmäuse

Grundwissen Rennmaus Gattung und Familie

Ich hatte vor 1998 noch nie von Rennmäusen gehört. Das ist nicht ungewöhnlich. Rennmäuse als Haustiere kennt man in Deutschland erst seit 1964. Man holte die Rennmäuse aus Amerika, wo man die Tiere schon 1950 aus der Mongolei mitgebracht hatte.

Rennmaus Grundwissen Rennmaus Gattung und Familie
Mongolische Rennmäuse (englisch Gerbils) sind Säugetiere, gehören zur Gattung der Nagetiere, werden eingestuft als Unterfamilie der Langschwanzmäuse. Sie haben auf den ersten Blick, wegen der für Mäuse recht kleinen Ohren, Ähnlichkeit mit einem Hamster. Die Rennmäuse bilden eine zu den Langschwanzmäusen gehörende Verwandtschaftsgruppe der mäuseartigen Säugetiere. Bekannt sind etwa 22 Gattungen.

Die umgangssprachliche Bezeichnung «Wüstenrennmaus» ist eigentlich falsch: Rennmäuse sind keine "echten" Mäuse, sondern mit Hamstern oder Wühlmäusen näher verwandt als mit Hausmäusen.

Aussehen der Rennmaus

Eine Rennmaus hat einen kompakten Rumpf, einen behaarten Schwanz und etwas verlängerte Hinterbeine. Die Rennmaus hat weit oben am Kopf liegende große Augen und typische große Mittelohren. Auf dem linken Foto sieht man eine erwachsene Rennmaus. Das rechte Foto zeigt eine sehr junge Maus. Die Proportionen stimmen noch nicht ganz und der Körper erscheint im Verhältnis zu den Füßen und zum Kopf recht klein.
Rennmaus Foto Altersvergleich
Rennmaus Foto Altersvergleich
Rennmaus Wüstenrennmaus
Sie haben einen mausähnlichen Körper, der ca. 12 cm lang wird (aufrecht stehend, gesteckt) und einen Schwanz, der bei der erwachsenen Maus die gleiche Länge hat.

Der Kopf der Rennmaus ist größer und rundlicher als bei gewöhnlichen Mäusen. Da die Augen weit oben am Kopf liegen besitzen sie ein großes Gesichtsfeld.

Sie können sich dank ihrer langen Hinterbeine und ihrer großen Füße aufrecht hinstellen. Das Gewicht der Rennmaus liegt bei 75-110 g.

Rennmäuse halten keinen Winterschlaf und sind nacht- und tagaktiv. Sie sind schnell und flink, das ist bei den vielen Feinden in der freien Natur wichtig.
Eine weibliche Rennmaus wird mit etwa 6 - 8 Wochen geschlechtsreif, die männliche Tiere (Böckchen) etwas später. Ein Mäuseweibchen kann bei einem Wurf bis zu 9 Junge zur Welt bringen (normalerweise 4-6). Die Tragzeit beträgt 22 - 24 Tage. Mehr zu diesem Thema in der Rubrik 'Zucht'.

Farbschläge - Fellfarben

Von Natur aus haben sie ein sandfarbenes Fell, doch längst schon wurden viele verschiedene Farbvarianten gezüchtet. Ich habe zu den verschiedenen Farbschlägen und Züchtungen ca. 40 Grafiken erstellt und behandle das komplexe Thema auf einer eigenen Seite. Zwar könnte man das sehr wissenschaftlich behandeln, aber so weit wollte ich zunächst einmal nicht gehen und stelle lediglich die Fellfarben dar. Eine kurze Erklärung zur natürlichen Fellfärbung (bräunlich-orange mit heller Unterseite) und eine Illustration zur Haarfärbung findet man hier: Farbschlag Agouti .
Rennmaus Wüstenrennmaus
Rennmaus Farbvarianten

Wüstenrennmaus - Kämpfer mit Klauen


Lebenserwartung

Während mongolische Wüstenrennmäuse in freier Wildbahn bis zu 5 Jahre alt werden, ist die Lebenserwartung eines Heimtieres bei artgerechter Haltung und Ernährung im Schnitt etwa 3 Jahre. Sie können allerdings bis zu fünf Jahre alt werden. Mein Brutus wurde, obwohl er die beiden letzten Jahre alleine leben musste, 5 Jahre alt!

Familie

Bei domestizierten Rennmäusen (Heimtiere) handelt es sich um Mäuse der Unterfamilie 'Gerbillinae' - Untergruppe 'Meriones unguiculatus'. Der wissenschaftliche Artenname "Meriones Unguiculatus" wurde 1867 festgelegt. Dieser lateinische Name bedeutet "Kämpfer mit Klauen".


früheste Erwähnung 1866

Die früheste Erwähnung von Rennmäusen findet man im Jahr 1866. Der französische Pater Abbè Armand David, schickte "gelbe Ratten" aus Nordchina zum naturkundlichen Museum in Paris (Musée d'Histoire Naturelle).

Popularität

Populär wurden Gerbils in den USA nach 1950, als Rennmäuse zu wissenschaftlichen Zwecken aus der Mongolei importiert wurden. Nach Europa kamen Rennmäuse als Haustiere erst im Jahr 1964 aus den Vereinigten Staaten. Beinahe alle Rennmäuse, die als Haustiere gehalten werden, stammen von jenen 40 Mäusen (20 Paaren) ab.

Gebräuchliche Bezeichnungen

  • mongolische Rennmaus
  • Rennmaus
  • Wüstenrennmaus
  • mongolische Wüstenrennmaus
  • mongolische Wüstenmaus
  • Gerbil
  • Mongolian Gerbil
  • Gerbillinae
  • Mongolische Rennratte
  • Meriones Unguiculatus
'Meriones Unguiculatus' ist ihr wissenschaftlicher Name. 'Gerbils' [sprich: Göbils] werden die Rennmäuse in den englischsprachigen Ländern genannt.
Rennmaus Namen und Bezeichnungen
Das sagt Wikipedia: Die Rennmäuse (Gerbillinae) bilden eine Unterfamilie der Langschwanzmäuse und bewohnen die Wüsten, Halbwüsten, Steppen und Savannen Afrikas und Asiens. Sie sind die größte Gruppe der Nagetiere, die an ein Leben in trockener Umgebung angepasst ist. Einige Rennmäuse, insbesondere die Mongolische Rennratte, werden häufig als Heimtier gehalten.

Die Mongolische Rennratte (Meriones unguiculatus) ist eine zu den Rennratten gehörende Art der Rennmäuse. Sie bewohnt Steppen, Halbwüsten, Wüsten sowie Grasländer in der Mongolei und in angrenzenden Gebieten im Norden Chinas, in der Mandschurei sowie im Süden Sibiriens und ist nicht gefährdet. 1867 von Alphonse Milne-Edwards als Gerbillus unguiculatus beschrieben, bezieht sich ihr wissenschaftlicher Artname auf die auffälligen, vergleichsweise großen, dunkel gefärbten Krallen (Kämpfer mit Klauen).
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